Investoren wie Google und Saleforce Ventures stecken frisches Kapital in den Anbieter für Online Lastschriftverfahren. So soll auch die Expansion nach DACH vorangetrieben werden.

GoCardless, der in London anässige Anbieter für Online Lastschriftverfahren, schließt eine Finanzierungsrunde in Höhe von 66,9 Millionen Euro ab. Das Geld soll in das weltweite Wachstum des FinTechs fließen  – auch die Expansion in die DACH-Region soll vorangetrieben werden, sagte Sven Maerz gegenüber WirtschaftsWoche Gründer. Der IT-Experte und Ex-Gründer des Anbieters für Ecommerce Cloud Lösungen Demandware ist für die Geschäftsentwicklung von GoCardless des britischen FinTechs in Deutschland, Österreich und der Schweiz zuständig:

“Von München aus arbeiten zurzeit fünf Personen für den deutschen Markt. Wir sind aktiv auf der Suche nach weiteren Mitarbeitern, um das Team schnell weiter auszubauen. Details zur Organisationsplanung wollen wir zu diesem Zeitpunkt nicht veröffentlichen.” Weltweit solle das aktuell 280-köpfige-Team um 70 Prozent vergrößert werden.

Investmeht von Google und Salesforce Ventures

Unterstützt wird das Unternehmen von den neuen Investoren Google Ventures, Adams Street Partners und Salesforce Ventures sowie den bisherigen Investoren Accel Partners, Balderton Capital, Notion Capital und Passion Capital.

GoCardless wurde 2013 von Hiroki Takeuchi, Tom Blomfield und Matt Robinson gegründet und ein will ein globales Netzwerk für Lastschriften errichten, um Unternehmen die Möglichkeit zu geben, wiederkehrende Zahlungen von Kunden an jedem Ort und in jeder Währung einziehen zu können.

Eigenen Angaben zufolge nutzen mehr als 40.000 Unternehmen, darunter Konzerne ebenso wie KMU, weltweit den Dienst und tätigen jeden Monat Transaktionen in Höhe von 10 Milliarden US-Dollar. In Deutschland zählen aktuell 500 Unternehmen zu den Kunden des FinTechs, so Sven Maerz gegenüber WirtschaftsWoche Gründer, darunter die Restaurant-Buchungslösung Quandoo. In England ist The Guardian an Bord.

Niederlassungen in vier Ländern

GoCardless hat aktuell vier Niederlassungen in Großbritannien, Frankreich, Australien und Deutschland. Das FinTech will den Bankeinzug als die weltweit am besten geeignete Lösung für wiederkehrende Einnahmen etablieren. Dazu will man Unternehmen einen einfachen Zugang zu grenzüberschreitenden Zahlungsdiensten wie Devisen ermöglichen, helfen den Business Cash Flow durch sofortige Abwicklung sowie die Transaktionserfolge durch Payment Intelligence zu steigern.