Im Elevator Pitch der WirtschaftsWoche treten heute die Gründer von Giroxx, Klaus Hoffmann und Jörg Sonnenschein, an. Ihr Start-up garantiert Pauschalpreise bei grenzüberschreitenden Geldtransfers. Wie urteilt Investor Herbert Mangesius?

Eine halbe Minute mit Investor Herbert Mangesius im Fahrstuhl: Wie lautet euer Elevator Pitch?
Wir sind die Einzige von der BaFin zugelassene Onlineplattform, mit der Unternehmen Geld in Form von Fremdwährungen in fast alle Länder der Welt überweisen können. Banken verlangen dafür meist  hohe Gebühren. Bei uns kostet das, unabhängig von der Summe, pauschal sieben Euro. Für einige der 34 Währungen, die wir im Programm haben, sichern wir zudem den Livekurs zu, damit der Kunde keine Wechselkursüberraschungen erlebt.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen?
Wir haben lange im Devisenhandel gearbeitet, Klaus zuletzt bei der WestLB. Als die Bank aufgelöst wurde, wollten wir nicht als Berater arbeiten, sondern ein eigenes Produkt schaffen. Wir haben uns die deutsche Außenhandelsbilanz angeschaut, das Potenzial erkannt. Und wir wussten, wie unzufrieden Firmen mit den Bankgebühren waren.

Und wie verdient ihr damit Geld?
Die Kunden zahlen bei uns je Überweisung, aber auch für andere Dienstleistungen. So können sie Wechselkursrisiken bis zu einem Jahr lang absichern.

Eure Kultur ist:
a) perfektionistisch wie bei Apple
b) nerdig wie bei Google
c) gnadenlos wie bei Uber
d) …Wir entsprechen nicht so dem Hipster-Start-up-Image. Dafür haben wir extrem viel Know-how  und gern Kontakt zu unseren Kunden.

Wie sieht es mit Vielfalt in eurem Unternehmen aus?
Wir sind je zur Hälfte Frauen und Männer im Team und haben auch verschiedene Nationalitäten, etwa einen Tunesier und einen Kroaten.

Was war euer größter Rückschlag?
Wir hatten unterschätzt, wie viel Aufwand es ist, unsere Software so zu entwickeln, dass sie den strengen Sicherheitsvorgaben der BaFin gerecht wird. Die Behörde gilt immerhin als einer der strengsten Finanzregulierer weltweit.

Wo steht ihr in fünf Jahren?
Dann sind wir hierzulande der wichtigste Zahlungsdienstleister für Fremdwährungen und bieten unsere Dienste auch in anderen EU-Staaten an.

Fakten zum Start-up

Kunden: Mehrere Tausend Unternehmenskunden
Finanzierung: Eigenkapital der Gründer, Privatinvestoren, Wagniskapital des Landes Hessen
Gründung: 2015 in Frankfurt
Mitarbeiter: 14

Würde der Profi investieren?

Idee: 4/5
Geschäftsmodell: 4/5
Timing: 5/5

Urteil: „Dieses Fintech hat mit seiner Dienstleistung erfolgreich einen Geschäftsbereich der traditionellen Banken abgelöst. Den jetzt schon großen Markt hat Giroxx durch Zusatzprodukte zudem clever erweitert.“
Herbert Mangesius, ist studierter Raketeningenieur und Partner beim Münchner Wagniskapitalfinanzierer Vito Ventures

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