Rund 300.000 Besucher werden bis zum Sonntag auf der Gamescom, der weltgrößten Spielemesse, in Köln erwartet. Das Thema Virtuelle Realität zählt dabei zu einem der großen Trends: Die VR-Brillen Oculus Rift von Facebook oder Morpheus von Sony sollen schon in wenigen Monaten zu kaufen sein, auf der Messe können sie schon getestet werden. Und es gibt auch deutsche Player: Ein Einstiegsmodell für knapp 15 Euro bietet das wenige Monate alte Start-up Vroggles aus Köln an. Der Clou: Statt teurer Hardware für hunderte Euro liefert das Unternehmen eine Selbstbauanleitung aus Pappe, die in Verbindung mit einem aktuellen Smartphone zur VR-Brille wird. Ansonsten sei die deutsche Gaming-Industrie aber wenig innovativ, kritisiert der Youtuber Peter Smits im Interview mit WirtschaftsWoche Gründer.

Der Online-Lieferservice HelloFresh soll noch in diesem Jahr an die Börse gebracht werden – das berichtet in dieser Woche zumindest ein Insider. Das erst 2011 gegründete Start-up wäre das erste Unternehmen, das Rocket Internet nach dem eigenen Börsengang an den Kapitalmarkt bringt. HelloFresh verschickt Rezeptboxen, in denen sich nicht nur die Kochanweisung, sondern auch die Zutaten für das jeweilige Gericht finden. Hellofresh liefert seine Boxen in Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Belgien, Großbritannien, den Vereinigten Staaten und Australien aus. Das Unternehmen zählte 2014 nach Rocket-Angaben 172.000 Abonnenten weltweit. Das waren mehr als fünf Mal so viele wie im Vorjahr. Umsatzmäßig zählte HelloFresh 2014 zu den großen Gewinnern des Rocket-Imperiums. Das Start-up verfünffachte seine Einnahmen im vergangenen Jahr nahezu. Kam es 2013 gerade einmal auf einen Umsatz von 15 Millionen Euro, waren es 2014 schon 70 Millionen Euro.