Im Elevator Pitch der WirtschaftsWoche treten heute die Gründer von Foodji, Nicolas Luig, Felix Munte, Oliver Friedmann (v.l.) sowie Moritz Munte und Daniel von Canal (nicht im Bild), an. Sie haben den Lebensmittelautomaten vernetzt und aufgefrischt. Wie urteilt Investorin Daniela Bach? 

Felix, Nicolas, Oliver, ihr habt eine Minute im Fahrstuhl mit einem möglichen Geldgeber. Wie lautet euer Elevator Pitch?
Wir haben den Lebensmittelautomaten neu erfunden. Mit unseren Geräten verkaufen wir ultrafrische Speisen und Getränke, vom Sushi über Salat bis hin zum Estragonhühnchen mit Süßkartoffel-Pommes. Der Kunde kann die Mahlzeit direkt an einem großen Touchscreen ordern oder sie in unserer Smartphone-App bis zu sechs Stunden reservieren. Wir können außerdem wie im Onlinehandel automatisch Preise senken, wenn die Ware abzulaufen droht. So soll die Wegwerfquote auf unter zehn Prozent fallen. Üblich ist sonst in Deutschland eine Quote von 40 Prozent. Und das Angebot wird durch lernende Algorithmen an jedem Standort permanent optimiert.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen?
Felix saß mit einem Kollegen abends in einem Vapiano-Restaurant. Da kamen beide im Gespräch irgendwie auf die Frage: Warum gibt es diese Art von frischen Speisen nicht am Automaten, der dann etwa in einem Büro oder Krankenhaus steht?

Und wie verdient ihr damit Geld?
Wir kaufen die Produkte und verkaufen sie dann mit einem Aufschlag. Und wir verlangen eine Standortgebühr von den Standorten, wo die Automaten stehen.

Eure Kultur ist:
a) perfektionistisch wie bei Apple
b) nerdig wie bei Google
c) gnadenlos wie bei Uber
d) …Wir sind durchaus etwas nerdig, legen viel Wert auf unsere Technologie und investieren viel Mühe in die Software.

Wie sieht es mit Vielfalt in eurem Unternehmen aus?
Wir sind bisher zwar nur Männer, kommen dafür aus verschiedenen Ländern und Berufen.

Was war euer größter Rückschlag?
Es ist wie bei allen Start-ups immer ein Auf und Ab. Aber es gab wirklich noch keinen großen Rückschlag.

Wo steht ihr in fünf Jahren?
Dann sind wir eine mindestens europaweit bekannte Marke für vollautomatisiert bereitgestellte Gourmetspeisen.

Fakten zum Start-up

Kunden: Unternehmen, Krankenhäuser, Bildungseinrichtungen, Flughäfen und Hotels
Finanzierung: Laufende Umsätze, Privatinvestoren, Wagniskapital
Gründung: 2016 in München
Mitarbeiter: 12

Würde der Profi investieren?

Idee: 3/5
Geschäftsmodell: 3/5
Timing: 5/5

Urteil: „Foodji befriedigt das wachsende Bedürfnis nach frischem Essen in Verbindung mit maximaler Bequemlichkeit. Als Knackpunkt sehe ich den hohen Logistikaufwand und die damit verbundenen Kosten.“
Daniela Bach, Investmentmanagerin beim Bonner Wagniskapitalgeber High-Tech Gründerfonds

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