Das Stuttgarter Start-up ist aus einem Fraunhofer-Institut heraus entstanden. Eine erste Investition soll auf dem Weg in die Industrie helfen.

Schnellerer Start für die automatisierten Helfer: Um die Inbetriebnahme von Robotern in der Industrie zu vereinfachen, entwickelt das in Stuttgart ansässige Startup drag&bot eine Software. Jetzt erhalten die Gründer eine finanzielle Unterstützung in siebenstelliger Höhe. Die Millionen-Finanzierung wird angeführt von dem Risikokapitalgeber Speedinvest – genau genommen aus dessen Fonds für Investitionen in industrienahe Start-ups. Zudem ergänzen nicht weiter genannte „strategische Partner“ den Kreis der Geldgeber.

Mit dem Produkt will drag&bot vor allem im industriellen Mittelstand Kunden erreichen. Der Preis für leichtere und kleinere Industrieroboter ist in den letzten Jahren gefallen – wenn die Maschinen jedoch häufig für wechselnde Aufgaben eingesetzt werden sollen, steigen die Kosten für die Inbetriebnahme und Umprogrammierung schnell an. Die Software soll dabei helfen, die Roboterprogrammierung „so einfach wie die Bedienung eines Smartphones“ zu gestalten, sagt Mitgründer Martin Naumann.

Das Start-up wurde vor gut einem Jahr aus dem Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) ausgegründet. Auf der Hannover Messe gab es im vergangenen Jahr bereits einen Sonderpreis im Gründerwettbewerb des Bundeswirtschaftsministeriums für den Bereich „Industrie 4.0“.

Rund um die Robotik konnten zuletzt einige deutsche Start-ups Finanzierungen verkünden. Erst in der vergangenen Woche hatte zudem das Startup Synapticon aus dem Stuttgarter Raum eine Finanzierung verkündet – auch hier stehen Hardware und Software für Roboter im Fokus. Im Dezember sicherte sich Wandelbots eine Sechs-Millionen-Finanzierung. Die Dresdner arbeiten an dem selben Problem wie drag&bot, setzen aber auf Westen mit Sensoren, mit denen Menschen den Robotern die gewünschten Bewegungsabläufe vorführen.