Tipp 4: Persönliche Auszeit

Um die eigenen Ziele zu reflektieren, hilft eine gelegentliche Auszeit. In diesem Zeitraum sollte der Gründer seinen Arbeitsort oder auch seine Wohnung verlassen und seine Aktivitäten der vergangenen Wochen überdenken. Ryan Battles rät, etwa alle drei Monate für zwei Tage an einen See oder in die Berge zu fahren, und die Gedanken darauf zu lenken, was geschäftlich gut gelaufen ist und was nicht. Die persönliche Auszeit soll dabei weder von Familie noch von Freunden gestört werden.

Der Ablauf ist einfach: Reflektieren, Ruhen, Planen. Battles gibt dem Entrepreneur einen Fragebogen für den ersten und den letzten Punkt mit auf die Reise, der dem Gründer bei seinem inneren Rückzug helfen soll: Was hat seit meiner vergangenen Reflektionsphase gut funktioniert? Was würde die kommende Zeit großartig machen? Für die Ruhephase bietet sich nach Angaben des Autors körperliche Betätigung an, sprich: Sport, um auf andere Gedanken zu kommen.

Ist das Schiff auf dem richtigen Kurs?

Die drei Vorteile des persönlichen Rückzugs: Der Gründer überdenkt seine langfristige Perspektive (anders als bei der Meditation, bei der es um die kurzfristige geht), er ist gezwungen, innezuhalten, und er verhindert dadurch Stagnation in seinem Start-up, weil er sich in dieser Zeit neue Ziele setzt. „Wir können die Zeit nutzen, um uns zu versichern, dass unser Schiff auf dem richtigen Kurs ist“, heißt es in dem Buch.

Ob der Gründer bei seiner Auszeit den Laptop ausschaltet oder nicht, das bleibt ihm übrigens selbst überlassen. Wenn er diszipliniert genug ist, nicht an seinen vielen Projekten weiterzuarbeiten, kann er das Notebook ruhig mitnehmen. Andernfalls sollte es vielleicht doch lieber zu Hause bleiben. Sonst führt es nur in die Versuchung, doch wieder zu arbeiten.