Sibilla Kawala, Delia Fischer und Lea Lange sind nur drei herausragende Frauen der Start-up-Szene: Diese 20  Namen sollte man kennen.

Frauen und Gründen, das passt nicht zusammen? Denkste. Diese 20 Gründerinnen beweisen das Gegenteil.

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Amber Riedl gründete 2013 Makerist, eine Handarbeitsschule im Internet. Das Start-up bietet ausführliche Lernvideos rund um Nähen, Stricken, Häkeln. Die passenden Materialien vertreibt Makerist direkt. Das Berliner Start-up hat in einer Series-B-Finanzierungsrunde fünf Millionen Euro eingesammelt. Neben den bestehenden Investoren Hightech-Gründerfonds und OZ Verlag haben sich noch weitere Venture-Kapitalgeber an der aktuellen Finanzierungsrunde beteiligt. Dennoch wollen Riedl und ihr inzwischen 38-köpfiges Team weiterhin alle Unternehmensentscheidungen alleine treffen. 

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Sibilla Kawala ist die Gründerin des Hamburger Onlineshops Limberry und war eine der ersten Kandidatinnen der dritten Staffel der „Die Höhle der Löwen“. Auf Limberry können Frauen und Männer traditionelle Trachtenmode bestellen. Kawalas ursprüngliches Ziel war es, in der Sendung 150.000 Euro zu erhalten. Doch Judith Williams und Carsten Maschmeyer hatten da eine andere Idee: Sie wollten sich zusammen mit 20 Prozent an Kawalas Unternehmen beteiligen, dafür aber auch 250.000 Euro zahlen. Damit konnten sie die Gründerin überzeugen. Limberry ist nach eigenen Angaben seit Mitte 2015 profitabel.

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Die Dänin Ida Tin hat 2013 die App Clue gemeinsam mit Hans Raffauf gestartet. Sie hilft Nutzerinnen dabei, ihren Zyklus, ihre Reproduktion und ihre Gesundheit genau zu beobachten. Anfang 2014 sammelte Clue 500.000 Euro ein. Im März 2015 steckten mehrere Investoren zwei Millionen US-Dollar in das Unternehmen. Das Start-up gab im Sommer bekannt, dass sich die Nutzerzahlen der App in weniger als einem Jahr verfünffacht hätten: Mehr als fünf Millionen Menschen aus 190 Ländern nutzen die von den Berlinern entwickelte App.

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Die 29-jährige Mareike Geiling gründete 2014 mit Jonas Kakoschke Flüchtlinge Willkommen, eine Online-Plattform, die geflüchtete Menschen mit Wohngemeinschaften vernetzt. Die Idee kam ihr, als sie sich mit der Unterbringung von Geflüchteten auseinandersetzte. Gestartet ist das Projekt mit einem Büro in Berlin, mittlerweile gibt es auch Repräsentanzen in Leipzig, München, Hamburg. 

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Kati Bermbach und Nora Blum bieten mit ihrem Start-up Selfapy psychotherapeutische Behandlung per Chat, Telefonat oder Video-Call. Menschen, die an Depressionen leiden, bekommen häufig erst nach langem Warten einen Therapieplatz. Da wollen die beiden ansetzen: Selfapy ist da, um die Wartezeit zu überbrücken. Im Juni investierte Digital Health Ventures einen hohen sechsstelligen Betrag in das Start-up, das im Februar gegründet wurde. Das nächste Ziel der Gründerinnen ist, dass Krankenkassen die Therapie-Kosten künftig übernehmen sollen. 

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2014 eröffnete Milena Glimbovski zusammen mit Sara Wolf den Supermarkt Original unverpackt, ein Laden, der keinen Müll produziert. Die Finanzierung von Original Unverpackt funktionierte Dank einer Crowdfunding-Kampagne. Außerdem hat Glimbovski das Buch Ein guter Plan mitentwickelt, das anderen Menschen zeigen soll, wie man achtsam mit sich selbst umgeht und die eigene Lebensweise reflektiert. 

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Lea Lange ist Mitgründerin von Juniqe, einem Online-Shop für unkonventionelle Kunst. Juniqe ging Anfang 2014 online. Das Start-up verkauft Kunstwerke verschiedener Künstler als Poster und gedruckt auf Kleidung oder Accessoires. Lange und ihre Mitgründer Marc Pohl und Sebastian Hasebrink beschäftigen mittlerweile 65 Mitarbeiter. Der Umsatz soll in diesem Jahr im höheren achtstelligen Bereich liegen. 

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Gründerin Madita Best hat 2015 das Start-up Daheim gegründet. Die Videotelefonie-Plattform bringt Menschen mit mangelnden Deutschkenntnissen mit deutschen Muttersprachlern zusammen. Das funktioniert durch einen intelligenten Matching-Algorithmus, der orts- und zeitunabhängig und kostenlos ist. Bislang finanziert sich Daheim noch über Spenden. Gegenüber Gründerszene deutete Best an, dass es manchmal schwierig zu vermitteln sei, dass auch ein Social Start-up Geld benötige. Deshalb denke man über eine Jobvermittlung nach, bei der Unternehmen für ihre Stellenanzeigen und die Nutzung der Plattform zahlen. 

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Miriam Wohlfarth ist Geschäftsführerin und Mitgründerin der RatePAY GmbH und verantwortet die Bereiche Marketing und Vertrieb. Die RatePAY GmbH wurde im Dezember 2009 gegründet und ist ein Unternehmen der Otto Group. Mit fast 15 Jahren Erfahrung im Online-Payment und Vertrieb war Wohlfahrt zuletzt Country Manager Deutschland des international agierenden Payment Service Providers Ogone. RatePAY ist ein Dienstleister für sicheres und einfaches Bezahlen im Internet. Das Unternehmen liefert Bezahlungs-Lösungen für Onlineshops, übernimmt für Händler die Abwicklung und trägt das Risiko von Zahlungsausfällen. 

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Lea-Sophie Cramer hat 2012 gemeinsam mit Sebastian Pollok den Online-Sex-Shop Amorelie gegründet. Die Gründer wollen die Produkte in den Mainstream holen und die Branche modernisieren. Cramer wurde bereits mit 24 Jahren Vice President International Asien bei Groupon, bevor sie Amorelie gründete. Das Start-up hat Millionen von Investoren eingesammelt, ProSiebenSat.1 übernahm im März vergangenen Jahres 75 Prozent der Anteile. Die übrigen 25 Prozente halten die Gründer selbst. 

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Gemeinsam mit Stefan Smalla gründete Delia Fischer 2011 Westwing. Rund 180 Millionen Euro wurden von unterschiedlichen Investoren in das Rocket-Internet-Startup investiert. Zuvor arbeitete sie für die Magazine Elle und Elle Decoration, wo ihr auffiel, wie schwierig der Kauf von Wohn-Accessoires online ist. Also gründete sie Westwing, wo man als Mitglied Wohnaccessoires und Möbel durch spezielle Verkaufsaktionen günstiger als im regulären Handel erhält.

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Jana Tepe und Anna Kaiser wollen mit ihrem Unternehmen Tandemploy durch eine Online-Plattform Jobsharing erleichtern. Die Vision: Ein wichtiger Posten im Unternehmen wird von zwei Arbeitnehmern besetzt, die beide in Teilzeit angestellt sind. Tandemploy hilft Firmen und Bewerbern, beim Jobsharing zusammenzufinden und vermittelt zwei Personen auf eine freie Stelle. Damit wollen sie neue Arbeitsformen mit einem familienfreundlichen Konzept unterstützen und haben damit bereits höhere Investitionen einfahren können. Mit dem frischen Geld sollen neue Märkte erschlossen werden.

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Die Gründerinnen vom Mode-Start-up Outfittery, Anna Alex und Julia Bösch, wollen Männern das Shoppen erleichtern. Auf Outfittery können sie sich Kleidungspakete nach Hause schicken lassen, die für sie nach einem Telefonat mit dem Stylisten ausgewählt werden. Das Konzept soll den Kunden Shoppingstress ersparen und nebenbei eine besonders individuell Stil-Beratung bieten – ein von mehr als 200.000 Kunden angenommenes Angebot seit der Gründung 2012. Dieses Jahr schloss das Start-up eine neue Finanzierungsrunde von 22 Millionen US-Dollar ab. Zuvor investierten bereits die skandinavische Beteiligungsgesellschaft Northzone 20 Millionen US-Dollar in das Startup, im Jahr davor gab es knapp 15 Millionen US-Dollar. Die großen Finanzierungsrunden ermöglichen Anna Alex und Julia Bösch eine europaweite Expansion.

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Franziska von Hardenberg, hat das Unternehmen Bloomy Days vor vier Jahren gegründet. Das Start-up liefert Schnittblumen im Abonnement nach Hause. Die Abstände der Lieferung bestimmen die Kunden selbst. Der Onlineshop hat im Abonnement-Bereich 80 Prozent Privatkunden und 20 Prozent Geschäftskunden, darunter etwa Airbnb und Zalando.

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Coachimo ist eine Online-Plattform für Coaching und individuelle Weiterbildung, die Ende 2014 in Berlin von Jennifer Meister und Katja Manger gegründet wurde. Über die Plattform findet man den passenden Coach oder Experten aus den Bereichen Business Coaching, persönliche Weiterentwicklung und IT. Eine neue Funktion soll Wissensaustausch und Kontakteknüpfen auch in Coworking Spaces erleichtern: Coachimo-Mitglieder können den Coworking Space, in dem sie arbeiten, angeben – und nach „Kollegen“ mit bestimmten Fähigkeiten suchen.