Im Elevator Pitch der WirtschaftsWoche treten heute die Gründer von DeineStudienfinanzierung, David Meyer, Alexander Barge und Bastian Krautwald, an. Das Start-up hilft Studierenden dabei, ihre Finanzierung zu sichern. Wie urteilt Investor Herbert Mangesius?

David, Alexander, Bastian, ihr habt eine Minute im Fahrstuhl mit einem möglichen Geldgeber. Wie lautet euer Elevator Pitch?
Wir haben die erste digitale Plattform gestartet, mit der Studierende und solche, die es werden wollen, einfach und schnell eine Finanzierung für ihr Studium finden. Das  kann Bafög sein, ein Studienkredit oder ein Werkstudentenjob. Die Leute geben ihre Daten bei uns ein. Wir prüfen in Echtzeit, ob sie etwa Anspruch auf Bafög haben, errechnen, was am günstigsten für sie ist. Wir beachten dabei auch, wie viel Geld Studierende etwa in Berlin oder München brauchen. Am Ende werden die Anträge etwa bei KfW oder Bafög-Amt gestellt.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen?
Wir wollten eigentlich einen digitalen Bankberater bauen. Doch wir mussten erkennen, dass wir so kein echtes Problem lösen. In unserem Freundeskreis war die Studienfinanzierung das größere Problem – also gingen wir das an.

Und wie verdient ihr damit Geld?
Studierende zahlen 30 Euro, wenn der Antrag erfolgreich ist. Wenn sie mehr als zwei Jahre vor sich haben, lohnt sich unser Abo für 80 Euro, um für das ganze Studium durchfinanziert zu sein.

Eure Kultur ist:
a) perfektionistisch wie bei Apple
b) nerdig wie bei Google
c) gnadenlos wie bei Uber
d) …Wir legen Wert darauf, dass wir immer ehrlich miteinander sind und uns offen die Meinung sagen.

Wie sieht es mit Vielfalt in eurem Unternehmen aus?
Weil jeder einen Bezug zum deutschen Bildungssystem haben musste, sind wir ein sehr deutsches Team. Aber wir sind je zu 50 Prozent Frauen und Männer.

Was war euer größter Rückschlag?
Als wir festgestellt haben, dass unser digitaler Bankberater am Problem der Kunden vorbeigeht. Wir waren anderthalb Jahre in die falsche Richtung gelaufen.

Wo steht ihr in fünf Jahren?
Dann gibt es keine Studierenden in Deutschland mehr, die ihr Studium nicht finanzieren können. Auch sind wir dann im europäischen Ausland aktiv.

Fakten zum Start-up

Kunden: Mehrere Zehntausend Studierende
Finanzierung: Privatinvestoren
Gründung: 2018 in Berlin
Mitarbeiter: 10

Würde der Profi investieren?

Idee: 4/5
Geschäftsmodell: 2/5
Timing: 3/5

Urteil: „Tolle Lösung, die auch finanziell schlechter gestellten jungen Menschen zeigt, dass ein Studium möglich ist. Ich würde es aber besser finden, wenn Banken und Unternehmen für die Vermittlung zahlen.“
Herbert Mangesius, Raketeningenieur und Partner beim Münchner Wagniskapitalfinanzierer Vito Ventures

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