Das Spin-Off der Medizinischen Universität Wien setzt auf den Einsatz von Deep Learning in der Radiologie – und überzeugt damit die Investoren.

Seit 2016 beschäftigt sich Contextflow, ein Spin-Off der Medizinischen Universität Wien – unterstützt durch die Technische Universität Wien – mit dem Einsatz von Deep Learning in der Radiologie. Immer dann, wenn während der Suche nach einem Befund zusätzliche Informationen für eine sichere Diagnose benötigt werden, findet die Software basierend auf einer markierten Bildregion visuell ähnliche Vergleichsfälle sowie die dazugehörigen relevanten Fachartikel.

Ein Ansatz, der die Investoren überzeugt: Wie das Unternehmen bekannt gab, hat es eine neue Finanzierungsrunde abgeschlossen. Angeführt wird sie vom Altinesvtor Apex Venture. Mit an Bord sind auch die internationalen Investoren Crista Galli Ventures, hinter dem ein dänisches Family Office steckt sowie der europäische Micro-VC-Fund Nina Capital. Über die genaue Summe wollte das Start-up gegenüber WirtschaftsWoche Gründer keine Auskunft geben. Es handele sich, wie auch in der vorangegangenen Finanzierungsrunde, um eine sechsstellige Summe.

 „Radiologen stehen heute vor einer wachsenden Datenmenge, feinkörnigen Krankheitsvarianten, die der Schlüssel für effektive Behandlungsentscheidungen sind, und einer ständig steigenden Arbeitsbelastung. Contextflow unterstützt sie bei der Bildinterpretation und verkürzt die Zeit für eine genaue Diagnose drastisch“, begründete Marta-Gaia Zanchi, Gründerin und Managing Partnerin von Nina Capital, die Entscheidung für eine finanzielle Unterstützung.

Die eingeworbenen Mittel der Finanzierungsrunde setzt Contextflow für die Erlangung der Zertifizierung der Europäischen Union und für die Beschleunigung der internationalen Proof of Concepts (POCs) ein. Aktuell laufen bereits POCs mit sieben Kliniken in Deutschland, Österreich, den Niederlanden und Kroatien. Langfristig stünden auch Krankenhäuser und Kliniken in den USA im Fokus, so das Gründerteam.