Anna Rojahn, Fast Forward Imaging

Anna Rojahn mit zwei ihrer Teammitglieder (Foto: Privat)

Fast Forward Imaging
Neumacher-Sieger 2014
Gründerin: Anna Rojahn

Anna Rojahn hat mit ihrem Start-up Fast Forward Imaging eine Technologie entwickelt, mit der Gegenstände vor Hintergründen fotografiert werden. Kurz darauf erscheint ein Bild des Produkts, das automatisch vom Hintergrund freigestellt wird und sich per Klick um die eigene Achse drehen lässt – besonders für Online-Shops ist das interessant.

Sie haben im Jahr 2014 den Neumacher-Wettbewerb der WirtschaftsWoche mit Ihrem Start-up gewonnen. Wo stehen Sie mit Ihrem Unternehmen heute?
Es läßt sich nicht mehr verleugnen: in der Zwischenzeit ist Fast Forward Imaging flügge geworden. Wir haben unsere Prozesse optimiert, neue Kunden gewonnen und eine neue Geräteversion herausgebracht. Wir haben ein neues Büro bezogen und bauen nach und nach unsere Partnerschaften mit verschiedenen Agenturen und spannenden anderen Unternehmen aus.

Was waren die größten Herausforderungen, denen Sie sich seitdem stellen mussten?
In einem Startup besteht die größte Herausforderung eigentlich immer darin, die richtige Balance aus einem Fokus auf das Tagesgeschäft und einer Offenheit für neue Themen zu finden. Aus dem intensiven Dialog mit unseren Kunden und Partnern ergeben sich ständig neue Ideen, die evaluiert und priorisiert werden müssen – und manchmal leider einen langsamen Tod sterben, weil das Tagesgeschäft alle Ressourcen beansprucht.

Was waren die größten Erfolge für Sie persönlich?
Für die frühen Phasen im Leben eines Startups ist es oft durchaus nicht übel, wenn es von einem Single Founder geführt wird, weil das die Entscheidungsgeschwindigkeit erhöht. Gleichzeitig kann das dem Startup in der Wachstumsphase auch zum Verhängnis werden, da der Gründer lernen muß, Verantwortung an sein Team abzugeben. Für mich persönlich ist das nicht einfach, da ich von meiner charakterlichen Grundstruktur eher zum Einzelkämpfertum neige. Darum freue ich mich riesig, daß es mir gelungen ist, ein wirklich tolles Team aufzubauen, das gemeinsam an einem Strang zieht und mir den Rücken frei hält. Es hat aber auch bedeutet, daß ich an ein paar Stellen über meinen eigenen Schatten springen mußte – und darauf bin ich persönlich sehr stolz.

Wenn Sie auf die Zeit vor der Preisverleihung zurückblicken: Was hat Ihnen der Neumacher-Wettbewerb gebracht?
Jenseits der tollen Sichtbarkeit und der Preise, die uns der Wettbewerb beschert hat, hat der Neumacher dazu geführt, daß wir eine tolle neue Mitarbeiterin gefunden haben: der Artikel zu unserem Sieg hat unsere Vertrieblerin dazu gebracht, sich initiativ bei uns zu bewerben, und mittlerweile ist Kristin fester Bestandteil unseres Teams.

Was planen Sie mit Ihrem Start-up für die Zukunft?
Natürlich die Weltherrschaft! Aber Spaß beiseite: die Dinge entwickeln sich sehr positiv, und ich beschäftige mich sehr intensiv mit einer möglichen Expansion nach Asien.