Das Berliner Fintech ist auf die Zahlungsabwicklung bei Blockchain-Anwendungen spezialisiert. Die Kapitalspritze soll den Vertrieb voranbringen.

Über seinen „Innovation Hub“ hat der Energiekonzern Innogy in das Fintech Xtech investiert: Die Anschubfinanzierung hat eine sechsstellige Höhe, wie das Berliner Start-up heute bekanntgegeben hat. Das Unternehmen bietet eine Blockchain-basierte Bezahlplattform an. Diese kann für direkte Transaktionen zwischen Maschinen genutzt werden. Dabei werden Euros in Tokens der Kryptowährung Ethereum umgewandelt.

Im Einsatz ist die Xtech-Plattform bereits bei Share & Charge. Die Plattform bringt Elektroautofahrer und Ladestationsbesitzer zusammen. Abgesichert über die Blockchain, findet zwischen den Geräten die Bezahlung statt. Dadurch ist sichergestellt, dass tatsächlich nur die vereinbarte Menge Strom zum vereinbarten Preis fließt. Share & Charge wird von Innogy und dem in Mittweida ansässigen Start-up Slock.it betrieben. Partner auf Bankenseite ist die Hamburger Sutor Bank.

Boomender Markt

Xtech will mit der Kapitalspritze nun weitere Anwendungsfelder erschließen. Angestrebt werden Kooperationen mit Unternehmen im Logistik- und Mobilitätssektor, teilt das Unternehmen mit. Außerdem solle das Team aufgestockt werden. Gegründet wurde das Start-up im vergangenen Jahr von Christian Gorgas und Kian Schreiber, die als Co-CEOs fungieren, sowie Arndt Weisshuhn, der als CTO für alles Technische verantwortlich ist.

Der boomende Markt mit Blockchain-Anwendungen ist für Gründer ein interessantes Betätigungsfeld. Alleine in den USA steckten Investoren im vergangenen Jahr 550 Millionen Dollar in Blockchain-Start-ups.