Die 2015 gestartete Berliner Jobbörse, die Geflüchtete und Arbeitgeber zusammenbringen möchte, steht wegen fehlender finanzieller Mittel kurz vor dem Aus.

Als Workeer vor zwei Jahren von David Jakob und Philipp Kühn im Rahmen ihrer Bachelor-Arbeit ins Leben gerufen wurde, waren Unterstützung und Begeisterung für das Projekt groß. Medien und Politik lobten die Initiative der Berliner, die mit ihrer Job- und Ausbildungsplattform arbeitssuchende Flüchtlinge und Arbeitgeber zusammenbringen wollten.

Nun steht das Start-up vor dem Aus. In der kommenden Woche läuft das letzte Stipendium aus, das aktuell drei Stellen bei Workeer finanziert.

Vergebliche Suche nach Geldgebern

Schon Ende November könnte also Schluss sein, denn eine Anschlussfinanzierung ist nicht in Sicht und auf die gleich zu Beginn des Projekts angekündigte Förderung durch die Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen warten die Gründer bis heute vergeblich – Budgetprobleme seien Schuld, hieß es. Auch bei Stiftungen und großen Unternehmen hatten David Jakob und Philipp Kühn vergeblich um finanzielle Hilfe angefragt.

Um die Plattform weiterführen zu können, benötigen sie mindestens 5000 Euro pro Monate, so Co-Gründer Jakob gegenüber rbb24. Aktuell sind rund 4.400 Geflüchtete und 2.600 Arbeitgeber bei Workeer.de registriert. Wie viele Stellen genau in den vergangenen Jahren vermittelt wurden, können die Gründer nicht sagen. David Jacob spricht bei rbb24 von einer “mittleren dreistellige Zahl” Geflüchteter, die vermutlich über Workeer Arbeit gefunden hätten.