Die Autoindustrie steht vor einem großen Umbruch. Volkswagen sucht nun neue Ideen bei Start-ups.

Der Angriff auf die deutsche Autoindustrie läuft. Bei Elektroautos hat Newcomer Tesla schon mächtig vorgelegt, zudem drängen Google & Co. mit ihren Diensten in die “connected cars” der Zukunft. Doch spätestens die Gerüchte über die Entwicklung eines iCar von Apple haben die Branche endgültig aufgeschreckt.

„Unsere Branche steht in den nächsten Jahren vor einem der größten Umbrüche seit Bestehen des Automobils“, hatte VW-Chef Martin Winterkorn seinen Managern bereits vor einem Jahr eingetrichtert. Vor acht Jahren hatte er sogar selbst intensive Gespräche mit Steve Jobs über die Integration der Apple-Geräte geführt. Nun versuchen die Wolfsburger auf verschiedenen Wegen auf die Digitalisierung der deutschen Vorzeigebranche zu reagieren.

Neben eigenen Entwicklungen, wie dem vermeintlich präzisesten Wetterinformationssystem, setzt VW dabei verstärkt auf externe Ideen. So hat der Konzern zum ersten Mal einen Start-up-Pitch veranstaltet. Mit Unterstützung des Bundesverbandes Deutsche Start-ups hatten die Wolfsburger zwölf Gründerteams zur Cebit eingeladen, neben Mobilitätskonzepten gehörten dazu auch die Bitcoin Brothers, Entwickler von Hardware für die Digitalwährung, oder DocRaid, ein Berliner Start-up, das Daten in der Cloud verschlüsselt.

Wie ernst es VW mit dem Thema ist, zeigte die Besetzung der Jury: Sie bestand aus insgesamt 19 hochrangigen Managern der Konzerngruppe, darunter neben dem Leiter der Konzern IT, Martin Hofmann, auch Porsche IT-Chef Sven Lorenz und Abdallah Shanti, VW-Chief Information Officer für Amerika.