Selbstständige können durch Krankheit, Haftungsklagen oder Betriebsstillstand schnell vor dem finanziellen Ruin stehen. Welche Versicherungen Gründer brauchen.

Deutschland ist Versicherungsland. Selbst für noch so abwegige Ereignisse gibt es Versicherungen: Gegen mangelndes Lottoglück oder ausfallendes Handynetz soll es Versicherungen geben oder zumindest gegeben haben. Solche sogenannten Bagatellversicherungen sind meist mehr Spielerei denn sinnvolle Investition.

Unternehmer und Freiberufler müssen allerdings tatsächlich für wesentlich mehr Versicherungsschutz sorgen als Angestellte. Schließlich sind sie in der Regel nicht automatisch kranken- und rentenversichert und können bei Sachschaden oder Produktionsausfall schnell vor dem finanziellen Ruin stehen. Betrieb und die eigene Person müssen abgesichert werden. Aber welche Versicherungen sind wirklich nötig?

Manches muss, anderes sollte, mehr kann

„Es gibt Produkte, die für Gründer unerlässlich sind. Andere Versicherungen sollte oder kann man haben“, erläutert Hasso Suliak, Pressesprecher beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Versicherungen, die man haben müsse, sicherten große Risiken ab, die zur Insolvenz führen können. Sollte-Versicherungen decken mittlere Risiken ab, die für deutliche finanzielle Engpässen sorgen würden.

Auch wenn die Versicherungsbranche vermutlich lieber zu viel als zu wenig als Muss und Soll einstuft und keine Versicherung als überflüssig bezeichnen würde, scheint die Einteilung sinnvoll. Alles über große und mittlere Risiken hinaus ist eher eine Kann-Versicherung. Das trifft vor allem für kleinere Risiken zu, bei denen der Schaden im Fall der Fälle meist ohne große Probleme selbst bezahlt werden könnte.

Auf den folgenden Seiten stellt WirtschaftsWoche Gründer, die wichtigsten Versicherungen vor.