Das Wiesbadener Unternehmen Schuhe24 beteiligt sich an der B2B-Orderplattform für Schuhe und Mode und will so sein eigenes Geschäftsmodell ausbauen.

Start-up beteiligt sich an Start-up: Die 2015 an den Start gegangene Wiesbadener E-Commerce-Plattform Schuhe24 hat 40 Prozent am in Berlin ansässigen Start-up We Want Shoes erworben. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Bewertung lag offiziellen Angaben zufolge im einstelligen Millionenbereich. Gründer Saydou Bangoura wird das Geschäft auch nach dem Einstieg von Schuhe24 weiterhin leiten.

We Want Shows ist eine Plattform über die Mode-und Schuhersteller ihre Kollektionen präsentieren und Händler deren Produkte per Mausklick 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr ordern können, anstatt sie in den Showrooms oder auf Messen zu bestellen. Aktuell werden über We Want Shoes rund 200 solcher virtueller Showrooms  betrieben, darunter Josef Seibel, Camel Active, Ricosta und Unisa.

Mit der Beteiligung will Schuhe24-Gründer Dominik Benner sein Geschäftsfeld ausbauen und neben dem Online-Verkauf für stationäre Händler auch das Thema Ordern belegen und die Technologie von We Want Shoes zukünftig auf Sport, Mode und weitere Branchen übertragen.

Schuhe24 wurde 2015 von Dominik Benner gegründet. Benner, der Betriebswirtschaft an der Universität St. Gallen studierte und aus einer Familie stammt, die eine Reihe von Schuhgeschäften betrieb, will mit Hilfe seine Start-ups dazu beitragen die Innenstädte am Leben zu erhalten. Das Team von Schuhe24 übernimmt für Einzelhändler den Online-Verkauf ihrer Schuhe sowie die Kundenbetreuung und das Marketing . Aktuell sind 900 Filialen angebunden. Eigenen Angaben zufolge machen diese durch den Online-Verkauf einen zusätzlichen Umsatz von durchschnittlich 10 bis 25 Prozent. Auch Schuhe24 verdient gut am Konzept: 60 Millionen Euro Umsatz habe man dieses Jahr gemacht, heißt es in einer offiziellen Pressemitteilung. Im Frühjahr kommt eine Eigenmarke heraus, die dann auch über die Orderprlattform We Want Shoes erhältlich sein soll.