Als Google für Gebrauchtmaschinen ist das Start-up gestartet. TradeMachines wächst rasant und hat sich nun eine Millionensumme und einen Ex-Rocket-Spezialisten als weiteren Geschäftsführer geholt.

Gebrauchte Maschinen loszuwerden ist oft gar nicht so einfach. Hier hilft das 2013 gegründete Start-up TradeMachines. Die Seite ist eine Suchmaschine für Bagger, Gabelstapler und anderes Gerät aus zweiter Hand: 1,2 Millionen Angebote haben die Berliner derzeit gelistet.

TradeMachines selbst verkauft nichts, sondern vermittelt die Kunden an spezielle Portale und Auktionsseiten. Die Berliner lassen sich dabei pro weitergeleiteten Nutzer bezahlen. Das Geschäft wächst rasant: Im Dezember lag der Wert der vermittelten Ware noch bei drei Milliarden Euro, inzwischen sind es fast zehn Milliarden.

Ende vergangenen Jahres hatte das Start-up bei der Crowdinvestingplattform Companisto 775 000 Euro eingeworben. Und nun folgt schon die nächste Finanzierung: Um die Plattform weiter auszubauen, hat TradeMachines eine einstellige Millionensumme an Kapital eingesammelt.

Als Investoren eingestiegen sind Business Angel Marcus Seidel, Idealo-Gründer Albrecht von Sonntag und Philipp Klöckner, der lange als Online-Marketing-Spezialist bei Rocket Internet gearbeitet hat und dort half, Unternehmen wie Ladenzeile, Lazada, Home24 und Foodpanda aufzubauen.

Doch Klöckner investiert nicht nur, sondern wird neben Gründer Heico Koch und Wieland Knodel zusätzlich Geschäftsführer. Dabei soll er sich um die Bereiche Marketing, Produkt und Business Intelligence kümmern. „Die Unterstützung dieser erfahrenen Unternehmer wird uns dabei helfen, unsere Vision noch effizienter umzusetzen, das Wachstum von Plattform und Unternehmen weiter zu beschleunigen und somit unsere führende Position am Weltmarkt nachhaltig auszubauen“, sagt TradeMachines-Gründer Koch.

Beim künftigen Wachstum setzt das Start-up insbesondere auf Auslandsmärkte. Derzeit kommen 40 Prozent der Nutzer aus Deutschland und den USA, 60 Prozent aus Mittel- und Osteuropa, Lateinamerika sowie auf Schwellenländern in Asien und Afrika.

Vor allem in letzteren Märkten ist das Interesse an gebrauchten Maschinen enorm: „Die Nachfrage von Usern aus schnell wachsenden Volkswirtschaften wie Indien, Pakistan, den Philippinen oder Nigeria ist auf unserer Plattform je nach Land zwischen 730 und 1200 Prozent jährlich gestiegen”, sagt Koch.