Das in Aachen gegründete Unternehmen UZE Mobility baut Anfang 2019 einen Hauptsitz in der Hansestadt auf. Von dort aus will das Start-up bundesweit wachsen. 

Zum Jahresende nimmt UZE Mobility Fahrt auf: Erst Ende Oktober hatte das Start-up, das eine Ausgründung der RWTH Aachen ist, den Einstieg der LUEG AG verkündet und somit eine Finanzspritze von einer Million Euro erhalten.

Nun unterstützt die Freie Hansestadt Bremen UZE Mobility im Rahmen der Initiative „Smart-Digital-Mobil“ finanziell und infrastrukturell dabei neue Mobilitätskonzepte zu entwickeln und zu testen. Im Zuge dessen wird Bremen zum Hauptsitz des Start-ups. Aachen, als Gründungsstadt, und Düsseldorf, als Standort der Softwareschmiede, bleibe man aber natürlich weiterhin treu, sagten die Geschäftsführer auf Nachfrage von WirtschaftsWoche Gründer.

Mit dem Investment will UZE Mobility zunächst sein Büro in Bremen aufbauen und von 15 Mitarbeitern in 2018 auf über 50 Mitarbeiter in 2019 wachsen. Bundesweit will sich das Unternehmen in 2019 auf 130 Mitarbeiter vergrößern, weitere Standorte im Rheinland und im Ruhrpott seien geplant, so die Gründer gegenüber WirtschaftsWoche Gründer.

UZE Mobility wurde von Sebastian Thelen und dem gebürtigen Bremer Alexander Jablovski gegründet. Das Start-up sammelt und analysiert Fahrzeug- und Verkehrsdaten, die es durch mit GPS-Sendern ausgestatteten und für die Nutzer kostenlos verfügbaren E-Transportern erhält. Die Daten nutzt das Start-up, um anderen Unternehmen geographische und interessengenaue Außenwerbung an Fahrzeugen anzubieten. So können beispielsweise die Werbedisplays in der Umgebung eines Fußballstadiums Fußballschuhe bewerben und im Villenviertel Luxusuhren. Außerdem nutzt UZE Mobility die Daten, um den Verkehr auszubalancieren und weitere datenbasierte Geschäftsmodelle auf Basis der Blockchain-Technologie zu entwickeln. Beispielsweise will das Unternehmen die Daten verkaufen, die das Auto zum Zustand der Straßen sammelt.