Yogastudio, Fitnesscenter und Kletterhalle in einem Vertrag. Der Urban Sports Club bündelt zahlreiche Sportangebote und hilft damit auch Unternehmen.

Der Sommer glänzt bislang vor allem durch Unwetter, trotzdem ändert er die Sportgewohnheiten. „Statt nur ins Fitnessstudio zu gehen, wollen viele Leute jetzt auch Schwimmen oder Beachvolleyball spielen“, sagt Moritz Kreppel. Das macht er mit seinem Start-up Urban Sports Club möglich: Mit einem Abo können die Mitglieder dutzende Sportangebote nutzen, ob Fitness, Klettern oder Yoga.

Auch Teamsport ist möglich, je nach Stadt können die Nutzer über Urban Sports Club auch Mitspieler zum Fußball oder Beachvolleyball finden. Denn ursprünglich ist das Start-up aus der Idee entstanden, eine Plattform zu bieten, auf der sich Freizeitfußballteams organisieren und Plätze buchen können.

Auch die üblichen Zwei-Jahres-Verträge gibt es nicht. Die Berliner kooperieren dabei vor allem mit kleinen lokalen Anbietern, aber auch die britische Fitnessstudiokette Holmes Place ist seit kurzem dabei. Wieviel das Start-up an die Partner bezahlt, hängt auch von der tatsächlichen Nutzung ab. Wenn wirkliche Sportfreaks das Angebot intensiv nutzen, könnte es also teuer werden. „Wir schmeißen aber niemanden raus, weil er zu viel Sport macht“, verspricht Kreppel. Schließlich würden die heavy user oft auch neue Nutzer werben, zudem sei der Anteil gering.

Urban Sports Club arbeitet auch mit vielen Unternehmen zusammen. „Für Firmen ist es schwierig, eine breite Auswahl an Betriebssport anzubieten“, sagt Kreppel. „Da können wir helfen.“

Urban Sports Club hat zwei Wettbewerber übernommen

„Wir wollen der neue Sportclub sein“, sagt Kreppel. Auch wenn die Nutzer unterwegs sind, sollen sie andernorts Sport machen können. Das Start-up ist inzwischen in sieben deutschen Städten aktiv, darunter Berlin, München oder Hamburg. „In diesem Jahr sollen noch ein paar Städte dazukommen“, sagt Kreppel.

Zur Expansion hatten die Berliner mit Fitengo und 99Gyms schon zwei kleinere Wettbewerber übernommen. Weitere Konkurrenten sind Daytraining und Rocket Internets Somuchmore. Wie beim US-Unternehmen Classpass, das bereits 84 Millionen Dollar Wagniskapital eingesammelt hat, sind die Zielgruppe aber eher Frauen.

Auch Urban Sports Club spricht derzeit mit Investoren, denn auch die internationale Expansion ist ein Thema. „Europa steht auf jeden Fall auf der Agenda“, sagt Kreppel. Er will jedoch lieber langsam und nachhaltig wachsen.

Steckbrief
Urban Sports Club
Gründer: Moritz Kreppel, Benjamin Roth (von links)
Gründung: 2012
Nutzer: vierstellige Mitgliederzahl
Kosten: nach Umfang der Leistungen 29 bis 99 Euro pro Monat