Das schwedische Start-up Epicenter will seinen Angestellten mit Hilfe von Mikrochips den Berufsalltag erleichtern.

Es klingt ein bisschen wie ein Einfall aus einem Sciene-Fiction-Film, ist aber bereits Realität im Stockholmer Start-up Epicenter. Dessen Mitarbeiter tragen Mikrochips im Körper mit deren Hilfe sie sich durch den Sitz des Unternehmens bewegen können: Die Eingangstür des Gebäudes, die Konferenzräume, das eigene Büro und die Schließfächer lassen sich mit ihnen öffnen, Drucker und Smoothie-Maschine werden so aktiviert.

Gründer Patrick Mesterton begründet diesen Einfall in einem Interview mit der taz mit dem Ziel den Mitarbeitern den Alltag erleichtern zu wollen. Wann immer man seine Karte oder seinen Schlüssel brauche, bestehe die Gefahr, sie zu vergessen.

Technologie für andere Bereiche des Lebens nutzen

Gezwungen werde aber niemand zu dem Schritt. Den Mitarbeitern sei freigestellt, ob sie diesen Schritt mitgehen möchten. Daten würden keine gespeichert.

„Wir nutzen die Technologe, um zu sehen, welche Effekte sie auf die Gesellschaft hat, welche Vorteile und Nachteile es gibt. Darüber kann man erst sprechen, wenn man weiß, wie es funktioniert. Wenn es funktioniert, könnte man Technologie auch noch in verschiedenen anderen Bereichen des Lebens nutzen, in Flughäfen und Bibliotheken zum Beispiel. Wir sind offen für solche Technologien, deswegen arbeiten wir mit einer Biohacking-Organisation zusammen. Was noch entwickelt werden wird, wird sich zeigen. In die Zukunft kann ich nicht gucken“, sagt Patrick Mesterton gegenüber der taz.