Eva Wimmer, Credit privat

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Eva Wimmer, 30, Holzdesignerin

Die Idee etwas Eigenes auf die Beine stellen zu wollen, hatte ich gleich nach der Schule. Über die Jahre sind mir Tausende von Geschäftsideen eingefallen – umgesetzt habe ich davon erst einmal nichts, sondern habe nach meinem Germanistik und Grafik/Malerei Studium zunächst ein Volontariat gemacht und zwei Jahre als PR-Beraterin gearbeitet. Dass ich heute selbstständig bin, habe ich einem Flohmarkt-Besuch im Frühjahr 2013 zu verdanken. Dort habe ich Fotografien gesehen, die auf Holz belichtet waren. Die Verbindung der Maserung des Holzes mit den Fotos hat mir gleich sehr gefallen. Ich habe sofort angefangen es selbst auszuprobieren, dabei eine andere Technik entdeckt und diese über die Zeit verfeinert.

So entstand das Konzept zu meinem heutigen Holzdesign-Unternehmen „madeva“ – für das ich Möbel, Bilder, Wohnaccessoires und Schmuck herstelle auf die ich – natürlich – Fotos bearbeite. Nur wenige Monate nach dem Flohmarkt-Erlebnis habe ich meine feste Stelle in einer Agentur in Berlin aufgegeben. Ganz so einfach, wie sich das anhört, war es aber nicht. Ich hatte Angst, dass mein Umfeld, meine Freunde und Familie mir dieses Vorhaben nicht zutrauen. Und auch die Angst vor der finanziellen Unsicherheit war groß. Versuchen wollte ich es aber unbedingt – schließlich hätte ich auch jederzeit die Möglichkeit gehabt zurück in einen festen Job zu gehen.

Letztlich war es meine Mutter, die mir den Anstoß zur Gründung von madeva gegeben hat: „Kind hör jetzt auf davon zu reden, tu es“, hat sie gesagt. Sie hat daran geglaubt, dass ich es mit meiner Idee schaffen kann – wohl auch deshalb, weil sie selbst schon immer als Selbstständige gearbeitet hat und mir mit ihren Tipps und Erfahrungen helfen konnte.