Tinkerbots verkauft Roboter-Baukästen für Kinder. Jetzt bekommt das Start-up eine neue Chefin – aus der klassischen Spielwarenbranche.

Tanzende Roboter und Spielzeuge, die aufs Wort hören: So könnte die Zukunft in deutschen Kinderzimmern aussehen. Zumindest wenn es nach Matthias Bürger, Leonhard Oschütz und Christian Guder geht. Das Trio entwickelte mit Tinkerbots ein Spielzeug, das Kinder ab sechs Jahre spielerisch an neue Technologien heranführen soll – und bei dem sie trotzdem noch etwas lernen.

Mit dem Robotikbausatz können Kinder Tiere, Rennautos, Monster oder Kräne nachbauen, gleichzeitig etwas über Energie erfahren und ihre Sensorik trainieren. Die Bausätze lassen sich außerdem per Knopfdruck oder Fernsteuerung bewegen – und sind damit eine Erweiterung zu klassischen Bauteilen, wie sie etwa Lego anbietet.

Wie WirtschaftsWoche Gründer nun exklusiv erfuhr, bekommt Tinkerbots eine neue Chefin – und zwar aus der klassischen Spielwarenbranche: Adrienne Fischer von Schmidt Spiele wechselt als Geschäftsführerin zum Brandenburger Start-up. Sie soll das junge Unternehmen mit ihrer Erfahrung unterstützen, bislang verantwortete sie die strategische Entwicklung dreier Marken.

Erst seit November 2015 sind die Spielzeug-Roboter über einen Online-Shop und bei Amazon erhältlich. Es wird Fischers Aufgabe sein, den Eintritt in den gesamten Handel zu schaffen. Bislang hat das Start-up erst knapp 300.000 Euro mit Hilfe einer Crowdfunding-Kampagne eingesammelt. Aber schon jetzt kommen die Käufer aus aller Welt. Den ersten Baukasten für Spielzeugroboter entwickelte einer der Gründer übrigens während seines Studiums an der Bauhaus-Universität in Weimar.