Das Berliner Start-up sammelt vier Millionen Euro von Investoren ein. Damit stärken die Geldgeber das Unternehmen in einem umkämpften Markt.

Ob Blumenstrauß, Druckerkauf oder Steuerberaterrechnung: Als digitale Kasse fungiert in einigen Fällen ein iPad mit der Software des Start-ups Tillhub. Die Berliner führen unter anderem Fleurop, Epson und den Deutschen Steuerberaterverband als Referenzkunden für ihre Kassensystem.

Jetzt investiert eine Gruppe aus strategischen und Finanz-Investoren insgesamt vier Millionen Euro in das Start-up und erhöht die Gesamtfinanzierung des Start-ups damit auf sechs Millionen Euro. „Für unsere Kunden bedeutet das ein direktes Investment in die Produktinnovation, für Tillhub eine großartige Validierung der bisherigen Arbeit“ sagt Tim Seithe, Gründer von Tillhub.

Alleine sind die 2015 gestarteten Berliner mit diesem Produkt nicht: Vier bezahlte Google-Anzeigen tauchen auf, wenn man nach „iPad Kassensystem“ sucht. Neben den Angeboten von etablierten Zahlungsdienstleistern sind auch zahlreiche Start-ups unterwegs.

Starke Konkurrenz um die Kassen

Mit speziellem Fokus auf die Gastronomie ist etwa Gastrofix unterwegs. Die Berliner haben neben Kassensystemen auch Anwendungen für die Zeiterfassung der Servicekräfte im Angebot. Im vergangenen Jahr konnte das Start-up insgesamt 15 Millionen Euro in einer Wachstumsfinanzierungsrunde einwerben, unter anderem auch von der Brauereigruppe Radeberger. Der Konkurrent Orderbird konnte bereits 2016 eine umfangreiche Finanzierung in Höhe von 20 Millionen Euro abschließen. Das Geld stammte dabei unter anderem aus dem Metro-Konzern, der die Anwendung an die zahlreichen Gastronomen unter seinen Kunden vermarktet.

Tillhub ist trotzdem überzeugt, im Wettbewerb bestehen zu können. Man hebe sich mit seinem Kassensystem durch eine „intuitive Handhabung als auch einen starken Technologieansatz ab“, schreibt das Start-up in der aktuellen Pressemeldung. Die Investoren glauben an das Modell. Das Geld stammt von Elavon, einem weltweit tätigen Zahlungsdienstleister, der Gelbe-Seiten-Unternehmerfamilie Müller Medien, die bereits in Start-ups wie Gebraucht.de und Billomat investiert hat, sowie dem Main Incubator, dem Frühphaseninvestor der Commerzbank.