Nach dem Abgang von Jochen Schweizer gibt es Ärger bei der „Höhle der Löwen“. Die Investoren zoffen sich nun sogar in der „Gala“.

Die diesjährige Staffel der Vox-Gründershow „Höhle der Löwen“ hätte mit einer großen Feier enden können: Nie bekamen die Start-ups und Investoren so viel Aufmerksamkeit, der Sender erzielte Rekordquoten. Statt Lencke „Ich-bin-raus“ Steiner gab Ralf „Ich-schlag-zu“ Dümmel der Sendung neuen Schub und sorgte dafür, dass Stauschilder, Bügelhilfen und Anti-Mundgeruch-Brause am nächsten Tag prominent in den Regalen von Kik bis Karstadt lagen. Und auch der Anteil der nachträglich noch gescheiterten Deals lag erfreulich niedriger.

Doch statt sich gemeinsam an den Erfolgen zu freuen, liefern sich die Löwen derzeit einen irritierenden Streit in den Medien. Auslöser ist der Ausstieg von Jochen Schweizer und vor allem die Art der Kommunikation, denn er hatte seinen Abgang noch vor der letzten Sendung verkündet. „Wie Jochen jetzt aus der Sendung abgegangen ist, war meiner Meinung nach nicht fair“, warf ihm daher Frank Thelen vor, „er hätte wenigstens die Ausstrahlung der letzten Folge abwarten können.”

Ein Bericht der „Bild“ ging noch weiter. Ein Insider wird mit den Worten zitiert: “Jochen hat ein Ego-Problem. Das Verhältnis zwischen ihm und den anderen vier Löwen in den letzten Wochen kann man durchaus als zerrüttet bezeichnen.” Zudem sei Schweizer mit der Entwicklung seiner Beteiligungen unzufrieden gewesen.

Diesem Punkt hat Schweizer inzwischen energisch widersprochen. Doch die Spannungen zumindest zwischen einigen der Investoren werden offensichtlich. So legt Schweizer in der „Gala“ nach: „Wenn Herr Thelen glaubt, ich sei ihm gegenüber berichtspflichtig, dann hat er sich eben getäuscht.“ Und ergänzt: „Frank Thelen ist offensichtlich nicht mein Freund.“