Die Universitätsstadt Jena schafft perfekte Anreize für junge Gründer, vor allem in den Bereichen Medizintechnik und Softwareentwicklung.

Von Constance Ehrhardt

Jena bewährte sich bereits im Mittelalter als großes Wirtschaftszentrum – und versucht nun an alte Traditionen anzuknüpfen. Wird auch heute kein Wein mehr angebaut, so wird doch versucht durch eine ausgeprägte Verknüpfung der wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Infrastruktur, vorhandende Ressourcen zu kombinieren und Synergien zu erzielen.  Von diesem Umfeld profitieren nicht nur gestandene Unternehmen wie Zeiss oder Jenoptik, sondern auch und vor allem Start-ups, die aus der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Ernst-Abbe-Hochschule heraus gegründet werden.

Der Weg zu einem erfolgreichen Unternehmen ist lang und steinig. Beginnen sollte er stets mit einer innovativen Idee. Mit dem K1-Der Gründerservice hat die FSU-Jena, als eine der Gründerhochschulen Deutschlands, eine Möglichkeit geschaffen, Potentiale zu entdecken, zu fördern und auf ihrem Weg zu begleiten. Geboten werden den meist jungen Gründern ein großer Schatz an Erfahrung sowie Unterstützung von der Entwicklung und Konkretisierung der Geschäftsidee bis zur Gründung des eigenen Unternehmens, Qualifizierungsmöglichkeiten, Räumlichkeiten, Zugang zu Fördermitteln und Beratung bei schutzrechtlichen Fragestellungen.

Businessplan und Gründungsvorbereitungen werden gemeinsam mit dem Beratungspersonal des K1 geprüft, mitgetragen, weiterentwickelt und letztlich umgesetzt. „Wurde das Potential der Idee überprüft und grünes Licht gegeben, führt der Weg zu uns“, erklärt Randolf Magull, Geschäftsführer der Technologie- und Innovationspark Jena GmbH.

Die 1991 gegründete Gesellschaft siedelte sich auf dem Beutenberg an, der sich zum bedeutendsten Forschungs- und Gründerzentrum Thüringens sowie zu einem international anerkannten Kompetenzzentrum mit sechs außeruniversitären Forschungseinrichtungen, mehreren Instituten der FSU Jena, einem Applikationszentrum für den Bioinstrumentebau und TIP entwickelte. Letzteres wurde bereits zwei Mal mit dem 3. Preis des Best Knowledge Based Incubator Awards ausgezeichnet und vor allem für seine Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit von der internationalen Jury gelobt.