Das 2012 gegründete Start-up hilft Krankenhäusern, Operationen zu standardisieren – und soll so die Patientensicherheit verbessern.

Digitale Checklisten, Schritt-für Schritt-Anleitungen und Video-Trainings: Mit seiner Software greift das 2012 gegründete Unternehmen Surgical Process Institute (SPI) Chirurgen unter die Arme. In mehreren Krankenhäusern in Deutschland kommt die Software schon zum Einsatz – auch Johnson & Johnson ist von dem Konzept überzeugt. Der Pharmazie- und Konsumgüterhersteller hat mitgeteilt, das Leipziger Start-up bis zum Jahresende zu übernehmen.

Über finanzielle Details der Übernahme sei Verschwiegenheit vereinbart worden, heißt es in der Mitteilung. SPI werde als eigenständiges Unternehmen in der Sparte Johnson & Johnson Medical weitergeführt. Das Start-up beschäftigt aktuell über 25 Mitarbeiter.

Schnellere Internationalisierung

Mit Johnson & Johnson arbeite man bereits seit über einem Jahr an unterschiedlichen Projekten zusammen, sagt Gunter Trojandt, Geschäftsführer und Mitgründer von SPI. „Die Übernahme ist die logische Erweiterung dieser perfekten Verbindung.“ Mithilfe der neuen Muttergesellschaft soll die Internationalisierung beschleunigt werden. Ab dem kommenden Jahr soll die Emea-Region bedient werden, ab 2019 sollen Krankenhäuser weltweit beliefert werden. Bisher setzt SPI außer in Deutschland Projekte in der Schweiz und Skandinavien um.

Besonders eignet sich die Software laut SPI für Eingriffe, die nach dem immer selben Muster ablaufen. Für Krankenhäuser soll der Einsatz der Software mit Kostensenkungen einhergehen. Zudem wirke sich die Vereinheitlichung und elektronische Dokumentation von Arbeitsabläufen im Operationssaal positiv auf die Pateientensicherheit aus.