Das Mannheimer Start-up Studybees vermittelt Nachhilfe für Studierende – und ist schon jetzt auf Expansionskurs. “Die Höhle der Löwen” soll einen weiteren Schub geben.

Ende 2013 haben Studierende der Universität Mannheim das Nachhilfeportal Studybees gegründet. Das Start-up vermittelt Nachhilfelehrer, die das gleiche Fach studieren und deshalb besser auf die Anforderungen der Klausuren vorbereiten können.

Das läuft so: Wer Probleme mit dem Unterrichtsstoff hat, kann bei Studybees seine Universität und sein Studienfach eingeben und bekommt dann nicht nur mögliche Tutoren, sondern auch spezielle Kurse gezeigt. Die Plattform finanziert sich über die Vermittlungsgebühren.

In der Höhle der Löwen fordern sie für das Wachstum ihres Unternehmens nun 200.000 Euro und bieten dafür zehn Prozent an ihre Unternehmen. „Das Team hinter der Höhle der Löwen hat uns kontaktiert und gefragt, ob wir nicht Lust hätten, Studybees im Fernsehen vorzustellen“, sagt Gründerin Julia Hetzel. Sie hat das Unternehmen während des gemeinsamen Studiums in Heidelberg und Mannheim mit Johannes Saal, Alexandra Slabskaia und Fabian Klein gegründet. „Das war für uns natürlich eine tolle Gelegenheit, also haben wir zugesagt.“

Das Quartett gründete aus der Not heraus: Während es in der Schule immer gut lief, gab es im Studium erste Schwierigkeiten in einzelnen Fächern. Und anders als in der Schule fanden sie keine Angebote für das jeweilige Studienfach.

Eine Lücke war gefunden: Die Gründer starteten an drei Hochschulen, mittlerweile sind sie schon an 25 Standorten vertreten, darunter neben Heidelberg und Mannheim auch in Berlin und Mainz. Bis Frühjahr 2017 sollen es schon 40 Standorte sein. Außerdem möchte das Start-up künftig auch Matheabitur-Crashkurse anbieten. „Studybees ist im Moment auf Expansionskurs“, sagt Hetzel. Im kommenden Wintersemester will das Start-up dann Studenten in ganz Deutschland auf Klausuren vorbereiten.

„Im Moment arbeiten wir alle unter Volldampf auf die Ausstrahlung zu. An erster Stelle steht dabei, die Server aufzurüsten und insgesamt so viele Vorkehrungen wie möglich zu treffen, damit die Seite während und nach der Ausstrahlung erreichbar bleibt“, sagt Hetzel. Zudem rekrutiere das Start-up verstärkt Tutoren, um auch einer erhöhten Nachfrage nach der Sendung gerecht zu werden. Im Moment hat Studybees deutschlandweit etwa 750 Tutoren.