Das Berliner Start-up Store2be erhält eine siebenstellige Summe. Als Neuinvestoren konnten Hevella Capital und die IBB Beteiligungsgesellschaft gewonnen werden.

Die Online-Plattform Store2be, über die Unternehmen Werbeflächen für Live Marketing buchen können, verkündet eine erfolgreiche zweite Finanzierungsrunde in siebenstelliger Höhe.

Als neue Investoren sind neben den Gesellschaftern Project A Ventures, Global Founders Capital und Atlantic Ventures nun auch die Hevella Capital und die IBB Beteiligungsgesellschaft mit an Bord.

Zur genauen Summe wollte sich Gründer Marlon Braumann auf Nachfrage von WirtschaftsWoche Gründer nicht äußern. Mit der Seed-Finanzierung im Sommer 2016 hat das Start-up nun drei Millionen Euro Investorengelder eingesammelt.

Onlinehändler können offline Präsenz zeigen

Über die 2015 von den WHU-Alumni Marlon Braumann und Sven Wissebach und den KIT-Absolventen Peter Gundel und Emil Kabisch gegründete Plattform können Onlinehändler Werbeflächen für Live Marketing buchen und so auch offline Präsenz zeigen. „Ein Kunde nennt uns sein Budget und wir matchen ihn mit passenden Locations – abhängig vom entsprechenden Kampagnenziel“, erklärt Marlon Braumann. Die Miete für die Eventfläche fließt direkt an den stationären Handel, darunter Flughäfen, Shopping-Center, Geschäfte und Fitnessstudios. Store2be erhält eine Servicegebühr.

Automatisierung der Prozesse hat Priorität

Eigenen Angaben zufolge bietet Store2be, das kürzlich den Europäischen Innovationspreis Handel gewonnen hat, aktuell etwa 3.500 buchbare Locations mit Promotion-, Pop-up- und Aktionsflächen in Deutschland, Österreich und der Schweiz an. Zu den Partnern des Start-ups zählen unter anderem Inhaber und Vermarkter von Flächen wie der Außenwerber Ströer, die Mall-Betreiber Unibail-Rodamco, Klépierre und CEV sowie Mediamarkt, Saturn und Globetrotter. Unter den etwa 120 Kunden finden sich die Agenturen GroupM, OMD, Planus, East End und Direkt-Kunden wie Nestlé, Daimler, Volkswagen und Viessmann.  Wie erfolgreich diese Werbe-Aktionen sind, kann anhand einer Anwendung gemessen werden, die das Start-up gemeinsam mit der Berliner Firma Minodes entwickelt hat. Bei dieser wird durch Wlan-Signale der Smartphones potentieller Käufer gemessen wie nah diese an das beworbene Produkt herantreten.

Profitabel ist das Unternehmen noch nicht. Es hänge in erster Linie davon ab, inwieweit und wie schnell es gelingen wird, Prozesse zu automatisieren, sagt Braumann. Seit einiger Zeit bietet Store2be Flächeninhabern auch eine Software-Lösung zur digitalen Verwaltung und Vermarktung von Aktions- und Promotionflächen an. Eine Expansion ins Ausland sei aktuell noch kein Thema, so der Co-Gründer zu WirtschaftsWoche Online.