Der ehemalige Investmentbanker Andreas Jank und die Designerin Marita Huurinainen, machen nun gemeinsame Sache. Sie gestaltet ausgefallene Schuhe und Pelzmode und er kümmert sich um das Kaufmännische.

Mit Mode hatte Andreas Jank lange Zeit wenig am Hut. Der 32-Jährige arbeitete acht Jahre lang in London als Investmentbanker bei der Citigroup. „Im Zuge der Finanzkrise wurde ich desillusioniert und wollte lieber etwas Handfestes machen“, sagt Jank. Da lernte er durch eine Freundin die Finnin Marita Huurinainen kennen. Die Designerin bereitete sich auf einen Auftritt in der Fernsehshow „Dragons’ Den“ vor, in der Gründer potenziellen Investoren ihre Geschäftsidee vorstellen. Huurinainen gestaltet ausgefallene Schuhe und Pelzmode – aber ihr fehlte es an kaufmännischem Wissen.

Das konnte Jank bieten. Vor anderthalb Jahren stieg er mit 50.000 Euro in die Firma ein und zog nach Helsinki. Seither läuft das Geschäft. „Wir haben jetzt schon so viel Umsatz wie im Vorjahr“, sagt Jank. Verkauft wird die Mode online sowie in Boutiquen in acht Ländern. Die wichtigsten Märkte sind Japan, Russland und die USA. In Deutschland gibt es die Schuhe mit der Holzsohle in Berlin und München.

„Bei Pelzen bieten wir eine ökologische und ethische Alternative“, sagt Jank. Die Felle von Füchsen, Waschbären und Mardern kauft er bei Jägern ein, die sie bisher weggeworfen haben. Auch Nerze beschafft er sich so. „Die sind aus Pelzfarmen ausgebrochen und werden gejagt, weil sie das ökologische Gleichgewicht stören.“