Der Industrieverband VDMA startet ein Netzwerk, um Start-ups mit Maschinenbaubetrieben zu verbinden. So sollen Gründer mehr Raum für Experimente erhalten.

Unter dem Namen „Startup-Machine“ hat der Branchenverband VDMA ein Netzwerk gestartet, das in Zukunft gemeinsame Projekte von Start-ups und Industrieunternehmen fördern soll. Ziel der Gruppe sei es, die Maschinenbauer in Deutschland bei der Digitalisierung voranzubringen. Nach Ansicht des Verbands bekommen die Ideen von Start-ups dabei eine immer größere Relevanz.

Geplant seien Aktivitäten wie Hackathons oder digitale Innovationsprojekte. Außerdem will der Verband nach eigenen Angaben verstärkt nach Start-ups Ausschau halten, die in den Bereichen Augmented Reality, Machine Learning oder Blockchain tätig sind. Diese Start-ups listet der VDMA dann wie eine Kontaktbörse und vermittelt sie an potenzielle Partner aus der Industrie.

Ideen einfacher ausprobieren

Gründer lockt der Verband dagegen mit einem besseren Zugang zu etablierten Strukturen und mehr Experimentiermöglichkeiten: „Den Startup-Firmen wollen wir die Tür öffnen in unsere Industrie, in der sie direkt herausfinden können, ob ihre Ideen und Projekte für unseren Markt wirklich taugen“, wird Hartmut Rauen, stellvertretender VDMA-Hauptgeschäftsführer, in einer Pressemitteilung zitiert.

Die Zahl der möglichen Interessenten aus der Industrie ist groß: Der Verband mit Sitz in Frankfurt vertritt mehr als 3 200 Unternehmen der Investitionsgüterindustrie und bezeichnet sich deshalb selbst als größter Industrieverband in Europa. Die Mitglieder kommen überwiegend aus dem Mittelstand und sind unter anderem im Maschinen- und Anlagenbau sowie in der Antriebs- und Automatisierungstechnik tätig. Innerhalb der Organisation des VDMA gehört die Startup-Machine zum Competence Center Future Business.

Netzwerke für Start-ups und etablierte Firmen liegen aktuell im Trend: So hat etwa der Bundesverband Deutsche Startups erst Mitte August eine Fachgruppe für Gründer aus der Immobilienbranche eingerichtet.