Seit dieser Woche ist die Verleih-App Whyownit nicht mehr im App-Store zu finden, im März sollen die Server endgültig abgeschaltet werden. Damit scheitert ein Vorzeige-Start-up der Sharing Economy.

„We failed“, schreibt Whyownit-Gründer Philip Glöckler in einem Blog-Eintrag – und beschreibt damit sein eigenes Scheitern. Das Start-up war schon kurz nach seiner Gründung 2012 hinter seinen Erwartungen zurückgeblieben: „Zum zweiten Mal habe ich ein Start-up gegründet, welches in der Presse gut ankam und bei dem jeder gesagt hat „tolle Idee“, das aber eigentlich bei weitem nicht so gut funktioniert hat, wie es nach außen hin aussah“, schreibt er weiter.

Aus dem Blog geht auch hervor, dass es ein Abschied auf Raten war. Drei verschiedene Varianten habe das Whyownit-Team mit seiner App ausprobiert: Während man am Anfang nur Gegenstände von Freunden ausleihen konnte, öffnete Gründer Glöckler in einem zweiten Schritt im Oktober 2013 die App auch für „Nichtfreunde“, aber Menschen aus der näheren Umgebung. Im Februar 2014 dann wurde die Produktseite erneuert und eine Kartenansicht hinzugefügt.

„Seit Mitte 2014 haben wir intern immer mal wieder mit dem Gedanken gespielt, doch noch eine vierte Version der App auszuprobieren. In den letzten Tagen habe ich allerdings beschlossen, dass ich erst einmal eine Verleih-Pause brauche“, schreibt er in seinem Blogeintrag.

Whyownit ist 2012 mit einer App gestartet, die auf den Grundgesetzen der Shareconomy basiert. Wie der Name schon sagt, sollte es darum gehen, sich Sachen zu leihen statt sich Gegenstände zu kaufen. Die App sollte dabei helfen, zu erfahren, welche Gegenstände Freunde und Bekannte besitzen und welche man sich borgen kann. Das Problem: Die meisten wollten sich lieber etwas leihen als etwas zu verleihen.