Deutsche Start-ups investieren verstärkt in Fernsehwerbung. 2017 sollen die Ausgaben mehr als eine Milliarde Euro betragen.

Viele junge Unternehmen investieren zukünftig noch mehr Geld in TV-Werbung. So lautet das Ergebnis einer Untersuchung der Hamburger Mediaagentur JOM. Start-ups in der Wachstumsphase stießen häufig auf Skalierungsgrenzen, die alleine durch Suchmaschinenmarketing oder Social-Media-Aktivitäten nicht überwunden werden könnten.

JOM untersuchte die TV-Werbeausgaben von Start-ups aus verschiedenen Branchen, darunter Dienstleistungen, Ernährung, Finanzen, Handel und Telekommunikation – aber nur solche, die Brutto-Werbeausgaben von mehr als einer Million Euro im Jahr hatten.

Scheitelpunkt in naher Zukunft erreicht

Demnach stiegen die Brutto-TV-Werbeausgaben von 362 Millionen Euro im Jahr 2013 und 504 Millionen Euro in 2014 auf 637 Millionen Euro im Jahr 2015. Für 2016 prognostiziert die JOM Ausgaben von circa 800 Millionen Euro. 38 der 46 Start-ups, die 2014 erstmals in TV-Kommunikation investierten, hätten ihre Investition auch im Folgejahr wiederholt.

Entscheidend für den Erfolg der TV-Werbung sei eine detaillierte Analyse und die kontinuierliche Optimierung der TV-Werbung – und die Begleitung durch Kampagnen in anderen zielgruppenspezifischen Medien.

„Wir gehen davon aus, dass die Brutto-TV-Werbeinvestitionen von Start-ups in 2017 die Eine-Milliarden-Euro-Grenze überschreiten werden“, sagt Henning Ehlert, Geschäftsführer der JOM Group. „Allerdings könnte der Scheitelpunkt der Investitionen in naher Zukunft erreicht sein.“