Knapp 170.000 Wohnungseinbrüche gab es im Jahr 2015 in Deutschland, treffen kann es jeden. Das Start-up Homefort will mit Sicherheitspaketen helfen.

Von Tobias Bayer

Auch Oliver Kremers gehörte schon zu den Opfern. Nach einem Einbruch im Dezember 2014 suchte er nach Möglichkeiten, sein Haus zu sichern. Allerdings gab es keine Lösung, die ihn zufriedenstellte – zu teuer, zu kompliziert, zu aufwendig fand er die Angebote.

Doch Anfang 2015 entdeckte er in Frankreich ein Rundum-Sorglos-Paket für Privatkunden. „Das muss es auch in Deutschland geben“, fand Kremers. So entstand die Idee von Homefort. Der Name spielt auf die Begriffe „home“, „fortress“ und „comfort“, zu Deutsch „Zuhause“, „Festung“ und „Bequemlichkeit“ an.

Homefort hat sich auf Sicherheitsleistungen wie Smart-Security-Anlagen für Privatkunden spezialisiert – vom Notfallplan mit Polizeieinsatz bis hin zur Schlüsselaufbewahrung. Die Steuerung der Software und Smart-Home-Anlage, die auch Kühlschrank oder Heizung bedient, ist mit Hilfe einer eigens entwickelten Monitoring-App auch von unterwegs möglich.

Die Kunden wählen eines von drei Sicherheits-Paketen und zahlen dafür monatlich zwischen 40 und 80 Euro. Die meisten Arbeiten werden von Homefort selbst erledigt, die Installation von System und Alarmanlage übernimmt ein externer Dienstleister.

Derzeit steht bei Homefort die nächste Finanzierungsrunde an. Bei der Crowdinvesting-Plattform Companisto werden insgesamt Anteile in Höhe von 23,81 Prozent für das Finanzierungsziel von 500.000 Euro angeboten.

Umsatz und Kunden haben sich in den vergangenen beiden Monaten verdoppelt. Neben Neueinstellungen plant der Gründer Vertriebspartnerschaften mit Banken und Versicherungen. Er will sein Angebot an Kredite für das Eigenheim koppeln. Der Schuldner könnte sich im neuen Zuhause sicherer fühlen – und auch der Gläubiger macht sich dann womöglich weniger Sorgen um sein Geld.