Deutschland fehlt es an einer Gründerkultur: Die Initiative Start-up Teens will das ändern und junge Menschen zum Gründen animieren.

Von Maria Terhart

Daniel Michallidis ist 17 Jahre alt und hat schon ein Unternehmen gegründet. Gemeinsam mit einem Freund vermarktet er Struktur-und Organisationspläne zu einem besseren Zeitmanagement. Unterstützt wird er dabei zukünftig von der Initiative Start-up Teens. Sie will Schülern zwischen 14 und 19 Jahren zeigen, dass es nach der Schule nicht immer direkt ein Studium oder eine Ausbildung sein muss, sondern auch Gründen eine Option darstellen kann.

Für Marie-Christine Ostermann, eine der Gründerinnen von Start-up Teens, war Unternehmertum schon immer eine Alternative zum Angestelltendasein, wurde sie doch in einem Familienunternehmen groß. Andere möchte sie an diese Alternative erinnern. Selbstständigkeit mache schließlich Freude, sagt sie. Die Initiative wurde von insgesamt sechs Unternehmern ins Leben gerufen: Bei Online-Unterricht und Vorträgen lernen die Schüler das Handwerkszeug – und kommen vor allem mit Menschen in Berührung, die schon gegründet haben.

In Videos geben sie ihre Gründererfahrungen und ihr Wissen rund um Gründung, Führung und Finanzierung von Unternehmen an Schüler weiter. „Wie entwickle ich eine Geschäftsidee?“, “Wie stelle ich ein Gründerteam zusammen?”, “Wie finanziere ich mein Start-up?”, “Welche Fähigkeiten brauche ich, um es zu führen?” – das sind Fragen, die schon den Schülern am wichtigsten sind. Aber der Unterricht findet nicht nur online statt, sondern auch offline – bei den Veranstaltungen, die Startup Teens künftig ausrichten wird – und bei denen die Initiatoren bis zu 500 Schüler erwarten, denen sie von ihrem Berufsleben und ihren Erfahrungen erzählen.