Auch Investoren mögen Geschenke: Spendit sichert sich mit Mitarbeiter-Benefits eine Millionenfinanzierung. Die Münchner wollen international wachsen.

Vier Millionen Euro erhält das Start-up Spendit im Rahmen einer aktuellen Finanzierungsrunde, teilte die Firma mit Sitz in München heute mit. Mit Hilfe der Wachstumsfinanzierung will sie das internationale Geschäft ausbauen. Spendit hat sich auf digitale Mitarbeiter-Benefits spezialisiert. Das heißt: Das 2014 gegründete Start-up entwickelt Produkte rund um steuerlich begünstigte Sachzuwendungen wie beispielsweise digitale Essensmarken.

Inzwischen hat sich das Team auf 40 Mitarbeiter an den Standorten München, Berlin und Wien vergrößert. „Wir sind im letzten Jahr deutlich über Plan gewachsen. In Österreich sind wir seit knapp zwei Jahren am Markt und mit der Entwicklung so zufrieden, dass wir uns den nächsten Auslandsmarkt ansehen“, lässt sich Geschäftsführer Florian Gottschaller in einer Pressemitteilung zitieren. Wohin es genau gehen soll, verrät das Unternehmen auf Anfrage jedoch nicht.

Teilbetrag stammt aus Kredit

Nach eigenen Angaben konnte die Firma bislang 3000 Arbeitgeber als Kunden gewinnen – darauf blicken die Investoren mit besonderem Interesse: „Wir freuen uns, dass Spendit namhafte Kunden – darunter Rewe Digital, eine erste Sparkasse und mit der Lufthansa einen Dax-Konzern – von ihren Produkten überzeugen konnte“, so Michael Riemenschneider, Geschäftsführer von Reimann Investors, einem privaten Vermögensverwalter einiger Nachkommen der gleichnamigen Unternehmerfamilie.

Die Familie Reimann gehört zu den Altinvestoren, die bereits in mehreren Runden Gelder nachgeschossen und ihre Beteiligung erhöht haben. Neu dabei ist ein Investor aus Südtirol, zu dem Spendit jedoch keine weiteren Angaben macht. In der Investitionssumme von vier Millionen Euro ist zudem ein Kredit der Deutschen Handelsbank enthalten.