Die Idee zu Slideflight entstand ursprünglich in den Räumen des Risikokapitalgebers Senovo. Nun hat der Finanzier eine siebenstellige Summe in das Start-up investiert.

Ob bei der Münchner Konferenz „Bits & Pretzels“ oder auf der Noah: Wenn ein Redner auf die Bühne kommt und seine Powerpoint-Präsentation startet, zücken viele Besucher ihre Smartphones, um die Informationen nicht mitschreiben zu müssen. Denn nicht alle Konferenzen bieten die Präsentationen hinterher auf der Webseite an; auch das Weiterleiten per E-Mail kann nur funktionieren, wenn die Zuschauer ihre Kontaktdaten hinterlassen. Wie schwierig es ist, an Präsentationen zu kommen, fiel auch den Mitarbeitern von Senovo auf. Die Angestellten des Wagniskapitalgebers beschlossen, eine Lösung für dieses Problem zu finden.

Was als Idee begann, ist heute ein eigenes Unternehmen: Im September 2015 gründeten die beiden Externen Philip Franta und Georg Kremer die Slideflight GmbH. Die Anteile daran liegen zu 100 Prozent bei Senovo. Das Management-Team profitiere über virtuelle Anteile von der Entwicklung, so Franta gegenüger WiWo Gründer. Mit Slideflight sollen Präsentationen in Echtzeit auf das Smartphone, das Tablet oder den Laptop übertragen werden können. Der Redner kann die Präsentation freigeben, dadurch erhält er eine ID. Über diese Nummer können Zuschauer die Präsentation bei Slideflight suchen und live anschauen oder sie für später speichern.

Von der Brutstätte zum Investor

Um ihre Idee weiterzuentwickeln, haben die beiden Gründer nun eine Finanzierungsrunde abgeschlossen. Der Investor: die Brutstätte der Plattform. Senovo investiert eine niedrige Millionensumme in das junge Start-up, wie das Unternehmen auf seiner Webseite verkündet. Der Münchner Wagniskapitalgeber Senovo konzentriert sich auf Geschäftsmodelle von Unternehmen für Unternehmen. Zu den bisherigen Investitionen gehören unter anderem die 2010 gegründete Marketingfirma Veact sowie die Studiums-App Qlearning.

Mit dem siebenstelligen Betrag will Slideflight seinen Vertrieb und sein Marketing vorantreiben. „Neben dem Einsatz bei traditionellen Präsentationen wollen wir unsere Produkte auch weiterhin für Telekonferenzen optimieren“, lässt sich Gründer Franta, der für das operative Geschäft verantwortlich ist, in der Mitteilung zitieren.