Das Kölner Start-up erweitert mit dem Zukauf sein Angebot – und rüstet technisch auf. Selbständige sollen stärker in den Fokus rücken.

Für Freiberufler und kleine Unternehmen, die einen neuen Platz zum Arbeiten suchen, will Sharednc („Share desk and coffee“) die erste Anlaufstelle werden: Die Plattform vermittelt Schreibtische und Büroräume, die zur Untermiete angeboten werden. Gegründet vor zwei Jahren, will das Kölner Start-up seine Expansion nun beschleunigen – und hat dazu den Berliner Wettbewerber Optionspace übernommen. Zum Kaufpreis machten die Unternehmen keine Angaben.

Sharednc hat 15 Mitarbeiter und vermittelt nach eigenen Angaben Büros in 100 deutschen Städten sowie in Österreich. Mit dem Zukauf soll das Angebot weiter wachsen – und technisch verbessert werden. „Die Technologie der Plattform ist sehr ausgefeilt und durchdacht, der regionale Fokus klar ausgeprägt“, sagt Philipp Hartje, der Sharednc zusammen mit Christian Mauer und Christoph Püttgen gegründet hat.

Optionspace war besonders in Berlin stark vertreten. Die Übernahme sei in „einer freundschaftlichen Atmosphäre gelungen“, so Hartje. In den kommenden Tagen werde die Integration der Technologie sowie der Wechsel der bisherigen Nutzer der Plattform auf sharednc.com eingeleitet.

Millionenschwere Finanzierung

Im September hatte Sharednc über eine Millionen Euro bei Unternehmern der Immobilienwirtschaft eingesammelt. Darunter sind die Gesellschafter der Bielefelder Immobiliengruppe Goldbeck Gruppe und des Kölner Architekturbüros Meyer Schmitz-Morkramer.

Optionspace war erst im März 2017 offiziell gestartet. Zum Investorenkreis dort gehörten der Seed-Venture-Arm der Viessmann-Gruppe, der Company-Builder Makers, die Helpling-Gründer Benedikt Franke und Philip Huffmann sowie die Immobilieninvestoren Paul Bauwens-Adenauer und Patrick Adenauer.

Gegenüber der Immobilien-Zeitung gab Sharednc an, seit dem Marktstart 2016 insgesamt gut tausend Mietverträge vermittelt zu haben. Man wolle das Angebot nun bekannter machen – und auch Einzelkämpfer erreichen, die bisher im Homeoffice arbeiten.