Bei Start-up-Investoren sind Frauen massiv in der Unterzahl. Der bekannte Wagnisfinanzierer Sequoia stellt nun erstmals in 44 Jahren eine Frau als Partnerin an.

Bei Start-ups sind Frauen zwar in der Minderheit, doch noch viel eklatanter ist der Unterschied bei Investoren: Im Führungszirkel der großen US-Wagniskapitalgeber sind laut PitchBook nur sechs Prozent Frauen.

Darüber gab es zuletzt eine heftige Debatte. Denn eine frühere Mitarbeiterin verklagte Kleiner Perkins wegen Diskriminierung – verlor jedoch vor Gericht. Mike Moritz, Chef des Wagnisfinanzierers Sequoia wiederum, hatte mit der Aussage für Aufsehen gesorgt, man suche intensiv nach geeigneten Frauen, könne dafür jedoch nicht die eigenen Standards senken.

Doch nun ist Moritz offenbar fündig geworden: Zum ersten Mal in 44 Jahren stellt der Geldgeber in den USA eine Frau als Investment Partner ein. Jess Lee ist bislang Chefin des Modehändlers Polyvore, den Yahoo im Vorjahr für 230 Millionen Dollar gekauft hat. Die 33-jährige ist der elfte Sequoia-Partner in den USA – und einer der jüngsten.