Das Frankfurter Kaffee-Portal hat sich erneut eine Millionenfinanzierung gesichert. Die Altinvestoren sind auf den Geschmack gekommen.

Heiß auf Kaffee: Die Investoren des Frankfurter Kaffee-Start-ups Roast Market haben in einer neuen Finanzierungsrunde einen Millionenbetrag nachgeschoben. Unter anderem das Münchner Verlagshaus Burda stockt seine Beteiligung auf. Über die genaue Höhe des Investments sei Stillschweigen vereinbart worden.

Auf ihrer Online-Plattform bieten die beiden 33-jährigen Gründer Boris Häfele und Philip Müller deutsche und internationale Kaffeesorten an. Auch Zubehör wie Kaffeemühlen, Wasserkocher oder Tassen gehören zum Sortiment. Roast Market positioniert sich als Online-Fachhandel und hat das Ziel ausgerufen, Marktführer im Kaffee-Onlinehandel zu werden. Die 2015 gegründete Firma wirbt damit, inzwischen mehr als 1500 Produkte gelistet zu haben.

Werbung gegen Anteile

Altinvestor Burda ist offenbar auf den Geschmack gekommen und will die bestehende Partnerschaft ausbauen. Angefangen hat die Zusammenarbeit mit einem sogenannten „media-for-revenue Modell“: So wurde in verschiedenen Burda-Print-Magazinen per Anzeige auf Roast Market aufmerksam gemacht, wofür Burda im Gegenzug eine Umsatzbeteiligung erhielt.

Jetzt verweist das Verlagshaus auf den Erfolg des speziellen Erlösmodells: „Roast Market passt perfekt zu unseren Marken und Zielgruppen“, lässt sich BurdaNews-Geschäftsführer Burkhard Graßmann in einer Pressemitteilung zitieren. „Durch Burda-Titel konnte eine äußerst beachtliche Anzahl an Neukunden je Anzeige generiert und damit ein für beide Seiten höchst zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden. Umso mehr freuen wir uns, das Wachstum der Online-Plattform künftig noch intensiver begleiten zu können.“

Mit der Umsatzbeteiligung nicht genug: Vor knapp einem Jahr ist Burda mit einer direkten Beteiligung an Roast Market an die Öffentlichkeit gegangen – dieses Investment hat der Verlag nun aufgestockt. In der Vergangenheit hat das Start-up bereits Gelder eines Konsortiums aus Privatinvestoren erhalten – darunter der ehemalige EQT-Manager Michael Föcking. Im Jahr 2016 floss eine hohe sechsstellige Summe an das Frankfurter Jungunternehmen.