Mit einer Softwarelösung will das Start-up Risiken entlang der Lieferkette aufdecken. Die Investoren gehen den Weg mit und schießen 13,5 Millionen Euro zu.

Virtuelle Warnungen für ganz reale Gefahren: Das verspricht die cloud-basierte Software, die das Münchener Start-up Riskmethods entwickelt und anbietet. Das Programm lässt Echtzeitdaten zu politischen und wirtschaftlichen Risiken zusammenfließen und warnt Unternehmen vor möglichen Beeinträchtigungen entlang der Lieferkette – im günstigsten Angebot für etwa 1500 Euro pro Monat. An das Potenzial dieses Risikoschutzes per Software-Lösung glauben die Geldgeber: In einer aktuellen Wachstumsfinanzierungsrunde schießen mehrere Investoren insgesamt 13,5 Millionen Euro zu. Viele davon waren bereits vorher beim Start-up engagiert.

Über 90 Kunden hat das junge Unternehmen bereits, jetzt soll die internationale Expansion fortgesetzt werden. Im vergangenen Jahr wurde bereits eine Tochtergesellschaft in Boston gegründet, um den amerikanischen Markt zu bearbeiten. Eine „Lokalisierung der Kunden-Support-Struktur und der Ausbau des Partnernetzwerkes“ soll nach den Worten von Riskmethods-Mitgründer Rolf Zimmer das weiterer Wachstum sichern. Dafür soll auch die Mitarbeiterzahl kräftig wachsen.

Angeführt wird die Finanzierungsrunde vom Kapitalgeber Digital+Partners mit Haupsitz in München. „Wir freuen uns, das Unternehmen in dieser Phase des internationalen Wachstums unterstützen zu können“, sagt Partner Dirk Schmücking, der insbesondere in der hohen Skalierbarkeit des Produktes große Chancen sieht. Zu den weiteren Geldgebern gehören EQT Ventures, Senovo und Bayern Kapital, die bereits die Series-A-Finanzierungsrunde mitgetragen haben. Insgesamt ist das Start-up jetzt mit mehr als 20 Millionen Euro finanziert.