Eine Untersuchung des Center for American Entrepreneurship zeigt: Noch ist Amerika Spitzenreiter in Sachen Venture-Capital-Deals, doch Europa und Asien holen auf.

Droht den Amerikanern Konkurrenz in Sachen Venture-Capital-Deals? Die aktuelle Untersuchung des American Center for Entrepreneurship legt diesen Schluss nahe. Die Macher der Studie „Global Startup Cities“ nahmen den Einsatz von Wagniskapital in den Jahren 2015 bis 2017 genauer unter die Lupe und analysierten dazu mehr als 100.000 Deals in rund 60 Ländern.

Das Ergebnis: Die seit langem bestehende Dominanz der USA wird durch den schnellen Aufstieg von Städten in Asien und Europa sowie durch die fortschreitende Globalisierung immer stärker herausgefordert. Zwar seien die USA immer noch federführend, doch der Rest der Welt hole auf. „Lange war der Einsatz von Wagniskapital vor allem ein amerikanisches Phänomen, doch die Zeiten sind vorbei“, heißt es.

Insgesamt wachse die Anzahl an Venture Capital Deals rasant: Zwischen 2010 und 2017 haben sich diese weltweit mehr als verdreifacht. Dabei stehen vor allem die großen Städte im Fokus. Dreiviertel der weltweiten Venture-Capital-Investitionen flossen in Start-ups in nur 24 Metropolen.

Auf Platz eins sehen die Macher der Studie San Francisco – dort wurde im Untersuchungszeitraum Wagniskapital von rund 82 Milliarden Dollar in Start-ups investiert. Auf den Plätzen zwei und drei landen die chinesische Hauptstadt Peking (73 Milliarden Dollar) und New York (34 Milliarden Dollar), gefolgt von San Jose (25 Milliarden Dollar) und Boston (25 Milliarden Dollar). Europa schafft mit London auf Platz acht den Sprung in die Top Ten, Berlin liegt auf Platz 12.