Der Online-Finanzmarktplatz Raisin verkündet heute den Abschluss einer umfangreichen Finanzierungsrunde. Mehrere Investoren unterstützen das Berliner Unternehmen mit einer zweistelligen Millionensumme.

Das frische Geld soll Raisin dabei helfen, neue Kundengruppen zu erreichen, neue Produkte an den Markt zu bringen und auch in neue Länder zu expandieren. “Unser Ziel ist es, Raisins innovative Stellung zu stärken und zur ersten Anlaufstelle für alle Europäer in puncto Spar- und Anlagebedarf zu werden”, sagt Tamaz Georgadze, CEO und Gründer von Raisin.

Die aktuelle Finanzierungsrunde wurde vom US-amerikanischen Investor VC Thrive Capital angeführt, der unter anderem bereits in Spotify und Slack investierte. Außerdem stockten die bestehenden Investoren, darunter Ribbit Capital und Index Ventures, noch einmal auf. Insgesamt hat Raisin bereits 60 Millionen Euro eingesammelt.

Das Portal, das in Deutschland seit 2013 unter dem Namen Weltsparen auftritt, vermittelt Festgeld- und Tagesgeld-Verträge an Verbraucher. Dabei werden Angebote für kurz- und mittelfristige Anlagen von 27 Partnerbanken aus ganz Europa aufgeführt. Das soll den Kunden auch in Niedrigzinsphasen zumindest ein wenig höhere Angebote als bei den heimischen Banken ermöglichen. Raisin wirbt damit, dass alle Einlagen bis 100 000 Euro über die nationalen Einlagensicherungssysteme abgesichert sind.

Aktuell ist das Unternehmen in Deutschland, Frankreich, Spanien und Österreich mit lokalen Angeboten unterwegs. Italien soll bald neu dazu kommen. Prinzipiell steht das Angebot Sparern aus 31 Ländern in Europa zur Verfügung.

Im vergangenen Jahr konnte Raisin das vermittelte Einlagenvolumen verdreifachen: Über 60 000 Kunden nutzten das Fin-Tech, um insgesamt zwei Milliarden Euro anzulegen. Diese Summe beweise, dass das Angebot besserer Zinsen und die Möglichkeit, mühelos zwischen Banken zu wechseln, eine sehr attraktives Angebot für Nutzer sei, sagt Neil Rimer, Partner von Index Ventures, die Raisin bereits von der Frühphase an unterstützen.