Das Berliner Start-up will mit einem breiten Themenspektrum im Weiterbildungsmarkt punkten. Der CEO-Posten wird neu besetzt.

Ob Gitarrengriffe, Grundlagen der Programmierung oder Burnoutprävention: Auf der Lernplattform Quofox finden sich über 6.500 Weiterbildungskurse in unterschiedlichen Formaten. Die Palette reicht von Präsenzveranstaltungen über Videokurse und Online-Trainings bis zu E-Books. Das in Berlin ansässige Start-up will die Plattform nun weiter ausbauen und den Vertrieb stärken – und hat dafür ein Millionen-Investment erhalten.

Zu den Geldgebern gehören der Investor Frank F. Beelitz sowie VC-Unternehmen Hannover Beteiligungsfonds und KSD Advisory, wie das Unternehmen nun mitteilte. Den Angaben zufolge gibt es außerdem personelle Veränderungen bei Quofox: Mitgründer Frank Mies werde sich aus dem operativen Geschäft zurückziehen, bleibe aber Berater und Investor. Neuer CEO wird Martin Drees.

Seit dem Start vor drei Jahren hat Quofox eigenen Angaben zufolge mehrere tausend Nutzern gewonnen. Zielgruppe sind neben Privatpersonen auch Bildungsinstitutionen und Unternehmen. Letzteren bietet das 15 Mitarbeiter große Start-up auch eine Plattformlösung an: Firmen können sich online ein eigenes Weiterbildungsportal zusammenstellen. Neben Kursen von Externen lassen sich auch eigene Inhalte erstellen.

Umkämpfter Markt

Zu den größten Konkurrenten von Quofox zählt Udacity. Das vom ehemaligen Google-Manager Sebastian Thrun gegründete, in San Francisco ansässige Unternehmen hat seit dem Start 2011 mehr als 163 Millionen Dollar von Investoren eingeworben. Die Plattform ist allerdings stark auf Informatik-Inhalte fokussiert.

Gegen die Übermacht von Udacity will sich mit einem breiteren Fokus auch Diplomero behaupten. Die E-Learning-Plattform ging im November 2013 an den Start. Ein weiterer Anbieter aus Deutschland ist Iversity. Das Start-up musste nach einer geplatzten Finanzierung im Sommer 2016 zwar Insolvenz anmelden, konnte kurz darauf aber mit Holtzbrinck Digital einen neuen Investor finden.