ProGlove gewann 2015 den Neumacher-Wettbewerb der WirtschaftsWoche und erleichtert nun die Arbeit in Produktion und Logistik – mit einem Handschuh.

Das Münchener Industrie-Startup ProGlove hat heute den Start seines ersten intelligenten Handschuhs für den europäischen Markt bekanntgegeben. Die Entwicklung mit dem Namen Mark soll Arbeitern in Produktion und Logistik ermöglichen, schneller, sicherer und einfacher zu arbeiten.

 Mit dem Handschuh lassen sich Prozessschritte dokumentieren und Pakete oder Bauteile einscannen. Die Erfindung basiert auf einer zentralen Computereinheit und einem Arbeitshandschuh mit integrierter Elektronik, der bei Verschleiß ausgetauscht werden kann. Er liefert ein optisches, akustisches und haptisches Feedback.

„Wir sind glücklich, unser erstes Produkt ab sofort zu verkaufen“, sagt ProGlove-CEO Thomas Kirchner. Die enge Zusammenarbeit mit Kunden wie Audi, BMW, Penny und John Deere zeigt das immense Potenzial. „Wir können in einem Lager 2000 Minuten pro Tag sparen – und das sofort, ohne Integrationsaufwand.“

Finanzierung aus dem Silicon Valley

Seit Dezember 2014 entwickelt ProGlove Wearables für die Industrie, nachdem die Gründer Thomas Kirchner (CEO), Jonas Girardet (CTO), Alexander Grots (Advisor) und Paul Günther (Product Engineer) den Wettbewerb “Make It Wearable” von Intel gewonnen hatte.

Neben dem Start des ersten Handschuhs konnte das Start-up in diesem Jahr mit einer Finanzierungsrunde aus dem Silicon Valley einen weiteren Erfolg für sich verbuchen: Intel Capital, GETTYLAB und Bayern Kapital investierten insgesamt 2,2 Millionen Dollar in das Unternehmen. Vergangenes Jahr gewannen die Gründer den Neumacher-Wettbewerb der Wirtschaftswoche.