Mit einem smarten Handschuh hat ProGlove den Gründerwettbewerb gewonnen. In ihrem Tagebuch berichten die Gründer wie es für sie weiter geht.


Das Münchner Start-up ProGlove entwickelte einen intelligenten Handschuh: Statt mit zusätzlichen Geräten sollen Arbeiter einfach per Hand Informationen aus Maschinen auslesen und Arbeitsschritte dokumentieren können. Dazu integriert das Start-up verschiedene Sensoren in einen Handschuh. Mit ihrer Idee gewannen die Gründer Thomas Kirchner und Paul Günther den WirtschaftsWoche-Gründerwettbewerb Neumacher.

In ihrem Bildertagebuch berichten sie, wie es für ihr Unternehmen weiter geht.

 

#7 Kontakt halten

Mit den Messen haben wir eine große Bühne gehabt, um ProGlove zu präsentieren. Die eigentliche Arbeit beginnt allerdings danach: Über 350 Kontakte müssen kategorisiert und priororisiert und wollen vor allem angeschrieben werden. Kunde oder Partner? Standard Use Cases oder neue Anwendungsfelder? Erprobte Industrie oder andere Umgebung?  Bestehender Kontakt zum Unternehmen oder ein ganz neuer Kunde? Erst wenn diese Fragen geklärt sind, beginnt das Schreiben und Telefonieren. Bei der Masse ist es wichtig, dass wir den Fokus nicht verlieren: Jene Kunden auf den Launch vorzubereiten,  denen unser erstes Produkt am meisten Mehrwert bringen kann.

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#8 Produktleiden

In den Tests stoßen wir unweigerlich auf die Grenzen unseres Produktes. Letzte Woche schickte ein Kunde uns dieses Bild. Es war zunächst unklar, was passierte. Wie schafft man es einen ProGlove so zuzurichten? Die Antwort: Mit 1,6 Tonnen. Ein Gabelstapler ist über den Handschuh gefahren und hat ihn zertrümmert. Die positive Seite der Geschichte: Die Hardware selbst ist nur zum Teil kaputt gegangen. Unsere Platine hat den Vorfall überlebt.

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#9 Selbstverständnis

Es ist Freitagabend, nichts funktioniert. Den ganzen Tag wurde nach Fehlern gesucht und getestet, es wurden Fehlerquellen isoliert und Reports geschrieben. Alles ohne Ergebnis. Genau an diesem Punkt passiert etwas: Unser Softwareentwickler wird zu “Captain Embedded”, der jedes Problem lösen kann. Manchmal erinnert er sich – und uns – mit seinem mit Superhelden-Cape daran, manchmal löst er die Probleme auch so.

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