Das österreichisches Start-up entwickelt eine Powerpoint-Alternative. Die Finanzspritze soll den Gründern helfen, ihren Kundenstamm zu erweitern.

Folie über Folie: 30 Jahre nach dem Start ist Powerpoint aus der Unternehmenswelt kaum noch wegzudenken. Doch Versuche, die Vorherrschaft des Microsoft-Produkts zu durchbrechen, gibt es immer wieder. Apple etwa liefert mit jedem Mac sein Programm Keynote mit, als kostenlose Alternative dient sich auch Google Präsentationen an. Auf dem von IT-Riesen beherrschten Markt will nun auch ein Start-up aus Linz mitmischen: Im Februar gab Presono den Verkaufsstart der gleichnamigen Präsentationssoftware bekannt. Nun haben die Gründer in einer ersten Finanzierrungsrunde eine Million Euro eingeworben.

Zu den Investoren gehören HMG Invest, die MF-Gruppe und die A&S Beteiligungsgesellschaft. Hinter den Firmen stecken prominente österreichische Unternehmer: HMG ist ein Investmentvehikel von Hofer-Chef Günther Helm, Eigentümer der MF-Gruppe ist der Tankstellenbetreiber Markus Friesacher. A&S gehört dem Familienunternehmer Axel Greiner. „Dank des Investments erhalten wir die Möglichkeit, mit dem Team weiter zu wachsen und unsere Software umfangreicher auszubauen“, sagt Presono-CEO Martin Behrens, der das Unternehmen zusammen mit Hannes Freudenthaler und Martin Luftensteiner gegründet hat. Das Trio plant, nun auch den Mitarbeiterstamm auszubauen – aktuell zählt das Start-up 14 Köpfe.

Zentrale Datenverwaltung

Von den großen Konkurrenten will sich Presono vor allem mit einer zentralen Datenverwaltung abheben. So können Unternehmen ihr Corporate Design fest hinterlegen und Masterfolien per Mausklick für alle Nutzer aktualisieren. Vortragende können neue Inhalte hinzuzufügen, ohne den Präsentationsmodus zu verlassen. Dazu bietet die Software eine Suchleiste, mit der sich Folien aus der Unternehmens-Datenstruktur abrufen lassen. Über eine Feedback-Funktion können Anmerkungen zu einzelnen Folien mit anderen Nutzern im Unternehmen geteilt werden.

Öffentlich verfügbar ist die Software bisher nicht – sie ist derzeit nur auf Anfrage erhältlich. Der Preis setzt sich aus einmaligen Einrichtungskosten und laufenden Lizenzgebühren zusammen, die sich nach der Anzahl der Nutzer richten. Zu den ersten Kunden gehören der Verpackungshersteller Greiner Packaging, Hauser Kühlmöbel & Kältetechnik und das Automatisierungsunternehmen Keba.