Eine Milliarde will Siemens in Start-ups stecken, auch Porsche setzt auf junge Digitalunternehmen und machte gerade sein erstes Millioneninvestment. Der Wochenrückblick.

Selbst ursprünglich innovative Unternehmen tun sich mit Innovationen schwer, wenn sie älter und größer werden. „Die Controller haben jede gute Idee kaputtgerechnet“, klagt beispielsweise ein Entwickler bei Siemens. Auch Technologievorstand Siegfried Russwurm hat das Problem erkannt, auch wenn er diplomatisch von „Handicaps“ spricht. Die Lösung heißt next47: Die neue Siemenstochter soll in den kommenden fünf Jahren eine Milliarde in Start-ups stecken, im Fokus stehen dabei beispielsweise künstliche Intlligenz, Roboter, vernetzte Mobilität und Blockchain-Technologien.

Um bei der Digitalisierung nicht den Anschluß zu verlieren, setzen immer mehr Großkonzerne auf eine Frischzellenkur durch Start-ups. Auch Porsche hat kürzlich eine Digitaltochter gegründet und gab nun die erste Beteiligung bekannt: Das Start-up Evopark erhält einen einstelligen Millionenbetrag. Die Kölner lösen – nicht nur für Porschefahrer – nicht nur für Porschefahrer leidige Parkprobleme und machen Zettel-, und Münzen in Parkhäusern überflüssig.

Der deutschen Start-up-Szene kann die gestiegene Aufmerksamkeit durch große Firmen nur helfen. Wie gut die deutschen Jungunternehmen auch im internationalen Vergleich sind, zeigt Dubsmash. Die App ist im Ausland sogar erfolgreicher als hierzulande und wird von Promis wie Penelope Cruz, Rihanna, Justin Bieber, Jennifer Lopez oder Ben Stiller genutzt. Jetzt legen sich die Berliner sogar mit Snapchat an.

Und das die guten Ideen nicht immer von BWLern oder Techies kommen müssen, sondern auch Geisteswissenschaftler erfolgreiche Unternehmen gründen, zeigen diese Beispiele.