Zwei Kapitalgeber haben am Mittwoch ihre millionenschweren Fonds geschlossen: Paua Ventures will künftig 45 Millionen US-Dollar in Start-ups investieren, Speedinvest 90 Millionen Euro.

Frische Finanzierungsmöglichkeiten für deutsche und österreichische Gründer: Gleich zwei Fonds wurden am Mittwoch geschlossen und versprechen Millionen für junge Unternehmen. Paua Ventures und Speedinvest haben jeweils achtstellige Summen für weitere Investitionen in Start-ups gesammelt.

Paua Ventures hat insgesamt 45 Millionen US-Dollar eingenommen. Nach dem ersten sogenannten Closing kann der Berliner Investor nun investieren, gleichzeitig aber auch weiter Kapital einsammeln. Bisher haben sich unter anderem institutionelle Geldgeber, Konzerne und Privatinvestoren beteiligt. Paua will seinen Fonds aber noch weiter aufstocken auf insgesamt 65 Millionen US-Dollar.

90 Millionen Euro für Fintech- und Tech-Start-ups

Damit will sich der Venture Capitalist an Start-ups beteiligen, die noch in der frühen Phase ihres Unternehmertums stecken. Für die kommenden drei Jahre kündigte Paua Investitionen in 20 junge Firmen an. Gewöhnlich geben die Berliner zwischen 200.000 und zwei Millionen Dollar. Der Risikokapitalgeber hat beispielsweise in Kiwiki, Amorelie oder auch Lesara investiert. Auch künftig will sich der Fonds auf E-Commerce, Software as a Service sowie mobile Geschäftsmodelle und Angebote von Unternehmen für Unternehmen konzentrieren.

Auch der österreichische Fonds Speedinvest will mit neuem Geld Start-ups unterstützen. Wie die „Gründerszene“ zuerst berichtete, stehen 90 Millionen Euro für junge Firmen bereit. Der erste Fonds hatte lediglich ein Volumen von zehn Millionen Euro gehabt. Damit hatte Speedinvest Start-ups wie Shpock, Finnest und Wikifolio unterstützt.

Das frische Kapital stammt laut des Berichts vor allem von privaten Geldgebern. Die Summe soll in Fintech und andere Tech-Start-ups fließen. Pro Jahr plant der Venture Capitalist zehn bis 15 Investments,. bislang hat er in 14 Unternehmen, drei davon in Deutschland, investiert. Die Durchschnittssumme pro Deal liegt bei 500.000 Euro.