Im Elevator Pitch der WirtschaftsWoche will Gründer Christoph Fahle überzeugen: One Coworking bastelt an der Club-Mitgliedschaft für vielreisende Freelancer.

Eine halbe Minute mit Oliver Samwer im Fahrstuhl: Wie lautet dein Elevator Pitch?
Ich würde lieber Paul Graham im Aufzug treffen. Der hat mit seinem Accelerator Y Combinator für Gründer einfach mehr zu bieten. Aber auch Samwer würde ich sagen, dass wir alle Coworking- und Coliving-Spaces dieser Welt zu einem Netzwerk verbinden. Man zahlt, wenn man einen Schreibtisch oder ein Bett braucht, für eine Mitgliedschaft – und kann sich überall niederlassen. Wenn die Zeit im Fahrstuhl dann noch nicht rum ist, hätte ich natürlich auch die imposanten Wachstumszahlen bei Freelancern und der Vermietung von Büroflächen parat.

Wie bist du auf die Idee gekommen?
Bei meiner ersten Firma, der Coworking-Space-Kette Betahaus, ist uns aufgefallen, dass immer mehr Coworker reisen. Die wollen einen einfachen Zugang zu möglichst vielen Büros auf der Welt.

Wann ist deiner Firma zuletzt das Geld ausgegangen – und wie habt ihr überlebt?
Wir finanzieren uns mit eigenem Geld – und haben noch ein bisschen was auf dem Konto.

Werdet ihr jemals Geld verdienen?
Das weltweite Geschäft mit Coworking-Spaces wird bis 2020 auf 20 bis 50 Milliarden US-Dollar
geschätzt. Davon werden wir uns schon einen kleinen Anteil sichern.

Eure Kultur ist:
a) perfektionistisch wie bei Apple
b) nerdig wie bei Google
c) gnadenlos wie bei Uber
d) … rastlos wie bei One Coworking.

Wie sieht es mit Vielfalt in deinem Unternehmen aus?
Wir sind ein sehr kleines Team: eine Frau, zwei Männer.

Was war der größte Rückschlag?
Wir haben unser Start-up erst im Mai gegründet. So viel ist da noch nicht schiefgegangen.

Wo steht deine Firma in fünf Jahren?
Dann sind wir das Uber des Coworking

Fakten zum Start-up

Kunden: etwa 500 Menschen aus aller Welt, vor allem Freiberufler und kleinere Start-ups
Gründung: Mai 2017
Mitarbeiter: drei Mitarbeiter und ein Praktikant
Finanzierung: Geld aus der eigenen Kasse