Das Software-Start-up will Online-Shops helfen, ihre Webseiten individuell auf die Besucher auszurichten. Eine siebenstellige Summe soll dabei jetzt helfen.

Spiel, Satz, Sieg: Ein zweistelliges Umsatzplus habe ein Online-Shop rund um den Tennissport verbucht, nachdem es auf die Plattform von Odoscope gesetzt habe – diese Erfolgsmeldung feierte das Start-up im vergangenen Herbst auf seiner Homepage. Jetzt ist es wieder an der Zeit für eine Pressemitteilung: Odoscope kann den Abschluss einer neuen Finanzierungsrunde bekanntgeben.

Dabei ist auch ein neuer Geldgeber: Die Beteiligungsgesellschaft des Handelsunternehmens Takkt steigt bei dem Kölner Unternehmen als strategischer Investor ein. Daneben erhöht auch der bisherige Gesellschafter, die Hamburger Holding J. F. Müller & Sohn AG, ihre Einlage. Insgesamt fließe so eine nicht weiter definierte siebenstellige Summe in das 2015 gegründete Unternehmen. Man freue sich darauf, das umfangreiche Netzwerk von Takkt in den USA und Europa mit zu nutzen, sagt Odoscope-Gründer Ralph Hünermann.

Nachdem lange Jahr der E-Commerce selbst im Fokus stand, entdecken Investoren zunehmend jetzt auch Start-ups, die eine bessere Infrastruktur für die Online-Shops bereitstellen wollen. Anfang der vergangenen Woche machte etwa Spryker eine Finanzierungsrunde in Höhe von 22 Millionen Dollar öffentlich.

Odoscope entwickelt und vertreibt eine Software, die Besuchern auf Webseiten möglichst personalisierte Inhalte anzeigt – das soll diese dazu verführen, leichter auf „Kaufen“ zu klicken. „Wir sind davon überzeugt, dass Odoscope mit der vollautomatisierten Individualisierung von Inhalten einen großen Mehrwert für Nutzer liefert“, sagt Franziskus Josten, Geschäftsführer der Takkt-Beteiligungsgesellschaft.