Das Grazer Start-up bietet nachrüstbare Schlösser an, die sich per Smartphone öffnen lassen. Investor ist der in Dublin ansässige Konzern Allegion.

Mit dem Smartphone die Haustüre öffnen: Das ermöglicht Nuki Home Solutions mit nachrüstbaren Türschlössern, die mit Bluetooth ausgestattet sind. Gegründet 2014, hat sich das Grazer Start-up zu einem der führenden Anbieter in Europa gemausert. Nun meldet das Unternehmen den Einstieg eines neuen Investors. Demnach hat der Irland ansässige Konzern Allegion einen Minderheitsanteil an Nuki übernommen.

Zur Investitionssumme machten die Unternehmen keine Angaben. Wie „Der Standard“ berichtet, geben die Nuki-Eigner 23 Prozent der Firmenanteile ab und erhalten im Gegenzug eine siebenstellige Summe.

Allegion ist eine Abspaltung des US-Mischkonzerns Ingersoll-Rand und ist mit seinen Marken auf Schlösser und Zutrittskontrollen spezialisiert. Zum Unternehmen gehören etwa der Fahrradschlosshersteller Kryptonite und Schlage, ein Anbieter elektrischer Türschlösser. Von dem Einstieg bei Nuki erhofft sich der Konzern neue Impulse für die Digitalisierung. „Durch die Kombination unserer offenen Ökosysteme werden wir gemeinsam die besten Lösungen rund um smarten Zutritt entwickeln“, sagt Allegion-Manger Lucia Veiga Moretti.

Teil des Smarthomes

Nuki hatte zuletzt im April 2016 den Abschluss einer Finanzierungsrunde abgeschlossen. Damals kamen zwei Millionen Euro zusammen. Die Herstellung der ersten Generation des „Smart Locks“ hatte das Start-up zuvor per Crowdfunding finanziert. Hervorgegangen ist das Unternehmen aus der Grazer Start-up-Schmiede Up to Eleven.

Zum Produktportfolio gehören inzwischen auch einige Zubehörprodukte. So gibt es ein Gerät, das die Brücke zum WLAN-Router schlägt. Das Schloss kann so in Smarthome-Systeme integriert werden und ist auch aus der Ferne steuerbar macht. Außer in Deutschland und Österreich und der Schweiz sind Nuki-Produkte in den Benelux-Ländern, Italien und Spanien erhältlich.